Klingende Naturbilder und Liebesbotschaft im Triangel

<p>Sopranistin Jennifer Holloway wird den Worten Wesendoncks zu Wagners Musik ihre Stimme verleihen.</p>
Sopranistin Jennifer Holloway wird den Worten Wesendoncks zu Wagners Musik ihre Stimme verleihen. | Foto: Arielle Doneson

Unter der fachkundigen Leitung von Chefdirigent Gergely Madaras werden Werke dreier bedeutender Komponisten aufgeführt: Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Gustav Mahler.

Dargeboten wird ein abwechslungsreiches Programm, das sowohl für Liebhaber als auch für neugierige Musikinteressierte einen faszinierenden Einblick in die vielseitige Klangwelt des Sinfonieorchesters verspricht.

Beethovens Musik zu Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel „Egmont“ untermalt die auf wahren Gegebenheiten beruhende Geschichte des Aufstandes der (durch die Spanier besetzten) Niederländer im 16. Jahrhundert, in dem der titelgebende Held Graf Egmont für seine Überzeugung mit seinem Leben zahlt.

An diese dramatischen Begebenheiten schließen im Rahmen des Konzertes tragische Liebesbotschaften an.

In seinem Werk „Fünf Gedichte für Frauenstimme und Klavier“ vertont Wagner die Gedichte seiner Muse und Liebhaberin Mathilde Wesendonck. Das Verhältnis beider wurde jäh durch die Entdeckung ihrer Briefe durch Wagners Ehefrau zerstört.

Am Abend des 16. September wird die amerikanische Sopranistin Jennifer Holloway den Worten Wesendoncks zu Wagners Musik ihre Stimme verleihen. Sie gastierte unter anderem an der Semperoper Dresden, der Staatsoper Wien, am Teatro Colon Buenos Aires und anderen Konzertsälen und Opernhäusern über den Globus verteilt. Mit den Lütticher Philharmonikern war sie im letzten Jahr im Rahmen der Franck-Festlichkeiten in der Oper „Hulda“ zu hören.

Dirigent des Abends ist Gergely Madaras. Er wurde 1984 in Budapest geboren und ist seit 2019 Chefdirigent der Lütticher Philharmoniker. Er studierte Querflöte und Dirigat in Budapest und Wien und war bereits Chefdirigent des Orchestre Dijon Bourgogne und des Savaria Symphony Orchestra in Ungarn sowie Gastdirigent zahlreicher renommierter Orchester.

Der Konzertabend wird mit der ersten Sinfonie Mahlers abgerundet, einem Monument der sinfonischen Musik. Im Nebel einzelner Bläser beginnt die von innerer Zerrissenheit und Kontrasten geprägte Sinfonie. „Wie ein Naturlaut“, schreibt Mahler selbst als Überschrift zum ersten Satz. Diese Stimmung ändert sich jedoch jäh im zweiten Satz: Es erklingt ein volkstümlicher Ländler. Anschließend verfremdet Mahler das durchaus wiedererkennbare Volkslied „Bruder Jakob“ in einen grotesk-ironischen Trauermarsch. Die Sinfonie endet hymnenartig und jubelnd.

Karten für dieses vielversprechende Konzert gibt es im Vorverkauf unter www.obf.be sowie an der Abendkasse. (red/ab)

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