Allerdings hatte die elftplatzierte Jumbo-Mannschaft auf dem 14,8 Kilometer langen Parcours auch technische Probleme. Den Sieg holte sich die DSM-Mannschaft mit fünf Zehntelsekunden Vorsprung auf die Movistar-Equipe.
Angesichts des strömenden Regens und der einbrechenden Dunkelheit waren die Bedingungen allerdings grenzwertig. „Das ist total lächerlich und eine Schande. Die Organisatoren sollten wissen, was passieren kann“, schimpfte Evenepoel.
So wütend war er nach dem Zieleinlauf seines Mannschaftszeitfahrens, dass Evenepoel kopfschüttelnd die Mikrofone abgeschlagen hatte. „Man konnte überhaupt nichts mehr sehen. Lächerlich“, schimpfte er. Seine Teamkollegen mussten ihn beruhigen.
Erst nachdem er sich ein paar Minuten lang beruhigt hatte, fuhr Evenepoel fort: „Morgen werden mich sowieso wieder alle kritisieren, weil ich das gesagt habe. Die ganzen Hasser werden wieder auf mich losgehen. Aber es ist einfach so: Das war lebensgefährlich Wir haben nichts gesehen. Wenn man am Steuer saß, ging es wirklich um Leben und Tod. Als würde man mit einem Auto mit 200 Stundenkilometern auf der Autobahn fahren, aber ohne Licht.“
Die Vuelta-Organisation bekam also einen knallharten Schlag ab. „Wir haben den ganzen Tag Zeit, um ein Mannschaftszeitfahren zu machen, aber wir müssen den ganzen Tag warten, bis es trocken ist. Regen ist Regen, das kann man nicht ändern. Aber wir können die Bedingungen, unter denen wir fahren müssen, ändern. Sie müssen wissen, dass es spät in der Nacht dunkel sein kann. Wenn man alle Straßenlaternen einschalten muss... Und in den meisten Einkaufsstraßen gab es nicht einmal Lichter!“
Dass sein Team dennoch Vierter wurde, war ihm im Nachhinein völlig egal. „Das Gute ist, dass wir nicht viel Zeit verloren haben, ja. Aber was die Organisation bedenken muss, ist, dass es einfach gefährlich war. Und dass sie über Sicherheit nachdenken müssen. Das war eine Schande, für ein so schönes Rennen wie die Vuelta. Seltsam. Und einfach dumm.“
Am Sonntag endet die zweite Etappe ebenfalls in Barcelona. Nach dem Start in Mataró warten auf die Fahrer auf den 182 Kilometern aber bereits einige Prüfungen. Ein Berg der zweiten und zwei Anstiege der dritten Kategorie stehen auf dem Programm, darunter auch zum Montjuic hinauf kurz vor dem Ziel. (dpa/belga/leo)

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