Motiv für Mord vor Aachener Baumarkt noch unklar

<p>Die Tat ereignete sich vor über zwei Monaten auf dem Parkplatz eines Baumarktes.</p>
Die Tat ereignete sich vor über zwei Monaten auf dem Parkplatz eines Baumarktes. | Foto: dpa

Ein 37-Jähriger, der sich kurz nach der Tat stellte und seitdem in Untersuchungshaft sitzt, soll seine 28-jährige Frau in unmittelbarer Nähe zum Aachener Polizeipräsidium mit einem Messer erstochen haben. Das Ehepaar, das drei gemeinsame Kinder hatte, lebte getrennt.

Polizeibekannt, aber noch nicht vorbestraft

Seit den ersten Meldungen in diesem Fall ist es ruhig geworden. Die Staatsanwaltschaft gab sich bislang sehr bedeckt. Die Aachener Zeitung griff das Thema mehr als zwei Monate nach der Tat noch einmal auf. Nach aktuellen Recherchen der Zeitung ist der mutmaßliche Täter ein zwar polizeibekanntes, aber nicht vorbestraftes Mitglied einer kosovo-albanischen Großfamilie, deren Mitglieder in Stolberg und Aachen leben. Einige Familienmitglieder seien vorbestraft, zuletzt sei ein Bruder wegen der Vergewaltigung seiner Ehefrau am Aachener Landgericht zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Das Urteil sei allerdings noch nicht rechtskräftig, zurzeit sei der Bundesgerichtshof mit dem Fall befasst, heißt es bei den Kollegen der Aachener Zeitung.

Die Aachener Staatsanwaltschaft äußere sich auch heute noch nicht zu den Hintergründen der Tat. Auf die Frage, ob der Tatverdächtige ein Geständnis abgelegt hat, gebe es keine Antwort. Auch zum möglichen Motiv äußere sich die Anklagebehörde nicht. Sechs Monate hat die Staatsanwaltschaft in der Regel Zeit, um Anklage zu erheben.

Spätestens am 21. November müsste dem Aachener Landgericht eine Anklage vorliegen. Das Opfer wurde in der Zwischenzeit im Kosovo beerdigt, nachdem die Staatsanwaltschaft die Leiche im Anschluss an die Obduktion freigegeben hatte. (hegen)

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