Izagirre hatte sich am letzten Anstieg aus einer Fluchtgruppe herausgelöst, keiner konnte dem Leichtgewicht folgen. Im Ziel hatte er nach den anspruchsvollen 169 km von Roanne nach Belleville-en-Beaujolais 58 Sekunden Vorsprung auf Mathieu Burgaudeau und Matteo Jorgenson. Zuvor hatte er 2016 eine Etappe bei der Frankreich-Rundfahrt gewonnen.
Tiesj Benoot (Jubmo-Visma) verpasste das Podium als Viertplatzierter, Dylan Teuns (Israel-Premier Tech) und Victor Campenaerts (Lotto Dstny) fuhren auf die Ränge acht und zehn.
Benoots Teamkollege und Titelverteidiger Jonas Vingegaard sowie Herausforderer Tadej Pogacar vom Team UAE Emirates rollten erneut zeitgleich ins Ziel. Der Däne liegt im Gesamtklassement weiter 17 Sekunden vor seinem Rivalen aus Slowenien. Das spannende Duell um das Gelbe Trikot dürfte aber auf der kommenden Etappe hinauf zum Grand Colombier wieder deutlich an Fahrt gewinnen. Jai Hindley (Bora-hansgrohe) rangiert noch immer auf Platz drei.
Unmittelbar nach dem scharfen Start suchten zahlreiche Fahrer die Flucht nach vorn – jedoch ohne Erfolg, das Peloton schlug ein hohes Tempo an. Eine starke Ausreißergruppe bildete sich erst 88 km vor dem Ziel. Zuvor musste David de la Cruz (Astana Qazaqstan) nach einem schweren Sturz aufgeben, der Spanier wurde ins Krankenhaus gefahren.
Sein Landsmann Izagirre überraschte am Anstieg des Col de la Croix Rosier seine Konkurrenten. Kontinuierlich baute der Spanier seinen Vorsprung aus, die Verfolger konnten dem am Ende einer anstrengenden Etappe nichts mehr entgegensetzen.
Auf der 13. Etappe wird voraussichtlich auch das Duell um Gelb wieder aufflammen. Nachdem Pogacar und Vingegaard zuletzt Kräfte sparten, geht es am französischen Nationalfeiertag zum erst zweiten Mal den epischen Grand Colombier hinauf. Bei der zuvor einzigen Ankunft auf dem bekanntesten Gipfel des Jura hatte vor drei Jahren übrigens Pogacar triumphiert. (sid/tf)

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