Kommunikation ist alles auf der Immobilienmesse Ostbelgien (I.M.O.). Flaniert man durch die Locationim Eupen Plaza, sieht man überall Gesprächsrunden. Privatleute sitzen bei Maklern wie EU Immobilien, um sich über eine mögliche Traumwohnung zu informieren, andere trinken bei Raumkonzept aus St.Vith ihr Bierchen. Denn zum neuen Haus gehört auch eine entsprechende Einrichtung.
Und da Liebe durch den Magen geht, und ein lecker gefülltes Glas die Kommunikation fördert, haben viele Unternehmen nicht nur ihre Produkte, sondern auch besondere Genüsse mitgebracht. „Unser Motto hier auf der Messe ist Italien“, sagt Fliesenhändler Frank Kolberg (Lemco in Baesweiler). Der Eupener, der bald auch mit einer Filiale in der Weserstadt präsent sein wird, zeigt nicht nur edle Keramik aus dem Land, wo die Zitronen blühen. Passend dazu gibt es echten Parmaggio, Parmaschinken und einen ausgezeichneten Rotwein.
Viele Unternehmen haben viel Mühe in ihreStände investiert, um ihr Unternehmen auf der zweitägigen Messebestmöglich zu präsentieren.
„Wir kommen hierher, um Freunde zu treffen“, ist von manchem Besucher zu hören. Aber auch die Klientel, die nicht gezielt für die neue Küche, den Whirlpool oder die energetische Sanierung kommt, lernt die Unternehmen kennen und weiß nun, wohin man sich im Falle des Falles wenden kann. Aber sehr viele Menschen planen eine konkrete Anschaffung und habenkonkrete Fragen im Gepäck.
Viele Besucher interessieren sich für die energetische Sanierung.Es sind einige Unternehmen vertreten, die Hybridheizungen mit Gas und Wärmepumpe vertreiben oder komplett auf erneuerbare Energiesetzen.
Gary Nicoll steht vor dem Stand von Euro immo und wartet etwas, bis ein Gesprächspartner frei wird. Er plant, in Eupen ein Haus zu kaufen. „Eigentlich brauchen wir eine neue Küche“, meint ein Besucher. Er hat sich einige davon real und im virtuellen Raum angesehen. Er lobt die gute Organisation und Übersichtlichkeit der Messe. Die neue Location kommt bei Besuchern undAusstellerngut an. Rudy Szynka sieht spannende Trends wie Fenster, die nach innen durch Holz eine wohnliche Atmosphäre schaffen und nach außen durch Aluminium schützen. Auch denkt er über einen Whirlpool nach. Tatsächlich gebe es viele Menschen, die Interesse an dem Luxusgut Whirlpool haben, sagt Mike Ludwig von „Topwhirl“, auch wenn es nach dem Coronaboom jetzt wieder etwas ruhiger sei. André Michels von Raumkonzept aus St.Vith berichtet von guten Gesprächen und Projekten, die bald auf das Unternehmen zukommen werden.
Aber auch untereinander sind die Unternehmer im Gespräch. Eine Maklerin steht am Stand von „Nevsky“. Sven Breuerrealisiert im Auftrag virtuelle Rundgänge.So kann der Interessent schon am heimischen PC durch die Wohnung „laufen“. „Das spart den Wohnungsvorbesitzer eine Menge Zeit, da eben nicht jeder mehr persönlich vorbeikommt“, sagt Breuer. Die Maklerin ist jedenfalls interessiert, Visitenkarten werden ausgetauscht.
Auch unter Unternehmen, die auf ähnlichen Geschäftsfeldern unterwegs sind, ist das Konkurrenzdenken vergangener Tage dem Wunsch nach Kooperation und Austausch gewichen. So hat Philippe Mauel von der Schreinerei aus Eynatten entdeckt, dass die St.Vither Kollegen vonRaumkonzeptauch Sofas anbieten und überlegt, von dort welche zu beziehen, um so sein Angebot zu erweitern. Auch im Bereich Küchen, die Mauel individuell fertigt, sei Kooperation denkbar. Auch über Berufspolitik tauschen sich die Kollegen aus. So kommt die Überlegung auf, vielleicht auf Innungsebene jemanden einzustellen, der sich um Nachwuchswerbung kümmert. Denn bei allen Aufträgen und fruchtbaren Gesprächen, der Fachkräftemangel drückt.
Ein Trend in der Baubranche ist es, alles aus einer Hand anzubieten. Viele Unternehmen sind sehr breit aufgestellt und bieten Gewerke und Dienstleistungen im breitem Umfeld an. So ist die Gruppe Hönders aus Raeren nicht nur reines Bauunternehmen, sondern bietet auch Immobilienprojekte, Sonnenschutz, Torsysteme, Elektrik und Events an. „Wir bauen die Häuser schlüsselfertig“, sagt Dany Conrath. Hönders fungiert dabei auch als Generalunternehmen, das sich bestimmte Gewerke als Subunternehmer nimmt, die dann die Arbeiten übernehmen, die Hönders nicht selbst ausführen kann. So bekommt der Bauherr einen Ansprechpartner, der auch die Qualität der Leistungen garantiert.
David Schmitz, Marketingleiter beim GrenzEcho, zieht nach dem ersten Messetag ein zufriedenes Fazit: „Die Messe war von Beginn an gut besucht“, freut er sich am Samstagabend. Die meisten Besucher hätten gezielt bestimmte Stände angesteuert und konkrete Fragen gestellt.
Die Immobilienmesse Ostbelgien ist noch bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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