Der St.Vither war aber mehr als zufrieden mit seiner erstmaligen Teilnahme an diesem erstklassigen Show-Event: „Fantastischer Wettbewerb, tolles menschliches Abenteuer”.
Mattias Ekström setzte sich in beiden Durchgängen des Endlaufs durch, musste allerdings eine dramatische Szene überstehen, als die Mittelkonsole des Rennboliden plötzlich Feuer fing: „Aber ich wollte absolut nicht stoppen.” Er rettete den Triumph sicher als Erster ins Ziel und überhäufte seinen Gegner mit Lob: „Mick ist ein Riesentalent”.
Seine einzige Niederlage bezog Neuville gegen Ex-Kollege Solberg.
Ohnehin war der ehemalige DTM-Champion Mattias Ekström in diesem Duell als Ex-Rallycross-Weltmeister und als Rallye Dakar-Teilnehmer im Werks-Audi von seiner Erfahrung im Off Road-Motorsport her gegen Rundstreckenpilot Mick Schumacher in der Favoritenrolle. Mit vier Siegen beim ROC zog er jetzt mit den Franzosen Didier Auriol und Sébastien Loeb gleich.
Auch Thierry Neuville zählte zu den Siegesanwärtern und brachte es auf der Schnee- und Eispiste im schwedischen Pite Havsbad bis unter die letzten Vier. „Rennen unter diesen Bedinungen sind Teil meines Jobs als Rallye-WM-Fahrer”, sagte der 34-Jährige: „Schade, dass mir im Halbfinale ein kleiner Fehler unterlaufen ist, ich eine Schneewand touchiert und die Lenkung verbogen habe.” Im Achtelfinale hatte er Sébastien Loeb (um vier Hundertsel Sekunden!), im Viertelfinale Oliver Solberg, der nach einem Missgeschick aufgeben musste, geschlagen.

Beim Race of Champions, das in diversen Touren-, Rallycross und Geländewagen mit Elektro- oder Verbrennungsmotor ausgetragen wurde, war Thierry Neuville schon am Samstag erfolgreich im Nationen Cup unterwegs. Er und der brasilianische Formel 2-Meister Felipe Drugovich („All Stars”) schickten in den Ausscheidungsrennen die Teams USA und Deutschland unter die Verlierer. Im Finale scheiterte das schnelle Duo an der noch schnelleren Mannschaft Norwegen mit Ex-Rallye-Weltmeister Petter Solberg und Sohn Oliver. Dennoch strahlte Neuville: „Wir hatten viel Spaß. Ich habe hier neue Freunde gewonnen.”
Seine einzige Niederlage am Samstag bezog Thierry Neuville ausgerechnet gegen seinen Ex-WM-Kollegen bei Hyundai, Jungstar Oliver Solberg. Übrigens waren Sébastien Loeb/Adrien Tambay (Team Frankreich) überraschend früh ausgeschieden. Aber das wunderte nicht. Denn der viermalige ROC-Sieger Sébastien Loeb kam erst kurz vor Beginn der Veranstaltung mit dem Hubschrauber angereist. „Alles ist in letzter Minute geplant worden”, entschuldigte sich Super Seb: „Ich konnte somit vorab nicht trainieren - keine idealen Bedingungen.”
Nächster Einsatz von Thierry Neuville wird im Hyundai die Schweden-Rallye (9. bis 12. Februar), zweiter Lauf der WM 2023, sein. (hs)

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