Umso eindrucksvoller ist die Übermacht von Porsche, das schon beim WM-Auftakt vor zwei Wochen in Mexiko die Plätze eins und zwei belegt hatte: Dessen deutscher Fahrer Pascal Wehrlein feierte einen Doppelsieg bei den beiden Nachtrennen am Wochenende. Der frühere Formel 1-Fahrer und DTM-Champion gewann am Freitagabend vor seinem britischen Markenkollegen Jake Dennis und Sam Bird (GB/Jaguar) sowie am Samstagabend erneut vor Jake Dennis und seinem Landsmann René Rast (McLaren). „Dieser zweifache Triumph ist ein unglaublicher Erfolg”, strahlte Pascal Wehrlein: „Unser Tempo stimmte und unsere Strategie ist voll aufgegangen. Es sah einfach aus, aber es waren zwei harte Läufe. Denn wir mussten uns gegen starke Rivalen durchsetzen.”

Der Rennverlauf auf der engen und verwinkelten Strecke in Diriyah zeigte aber auf, dass Porsche in Sachen Leistung und Energieeffizienz vorerst der Konkurrenz überlegen ist. Bei DS-Penske und Stoffel Vandoorne ist das schlechte Abschneiden in der Qualifikation derzeit die Schwachstelle. „Wir haben bis dato nicht verstanden, wieso wir beim Zeittraining nicht mithalten können”, so der Fahrer: „Und so haben wir kaum eine Chance, im Rennen gut abschneiden zu können.”
Am Freitagabend konnte er sich von Startposition 17 immerhin bis auf den elften Rang vorarbeiten. Am Samstagabend ging Stoffel Vandoorne zwar als Achter ins Rennen, doch mehr als Platz elf war nicht drin. Und der wurde ihm auch noch nachträglich wegen eines Regelverstoßes aberkannt. Denn der Wahlmonegasse wurde von den Rennkommissaren aufgrund einer „unsachgemäßen Nutzung des Angriffmodus” mit einer Zeitstrafe von 24 Sekunden belegt. Er sackte dadurch auf Position 20 ab. Laut Reglement aktivieren die Fahrer zweimal im Rennen die sogenannte „Attack Mode”, wodurch ihnen während insgesamt vier Minuten mehr Leistung zur Verfügung steht. In diesem Sinne müssen sie an einer betreffenden Stelle der Strecke die dafür auserkorene Kurve an einem bestimmten Punkt ansteuern.
Im Formel E-WM-Gesamtstand führt nach drei Läufen Wehrlein (68 Punkte) souverän vor Dennis (62). Vandoorne liegt abgeschlagen auf Rang 15 (1). Weiter geht es am 11. Februar in Hyderabad in Indien. (hs)

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