Das traditionelle Show-Event des Motorsports, das Stars aus unterschiedlichen Rennserien vereint, geht an diesem Wochenende (28./29. Januar) erneut im hohen Norden über die Bühne. Zum ersten Mal ist Thierry Neuville mit dabei. “Ich bin gespannt, wie das Konzept funktioniert”, sagt der 34-jährige Wahlmonegasse. Austragungsort des diesjährigen ROC ist – genau wie schon 2022 – eine Schnee und Eispiste in der zugefrorenen Ostsee bei Pite Havsbad, rund 60 Kilometer südlich des Polarkreises.
Es handelt sich zwar um eine Art Spaßveranstaltung. Aber die prominenten Teilnehmer gehen erfahrungsgemäß durchaus mit großen Ambitionen an den Start. “Unser Ziel ist es, aufs oberste Treppchen des Podiums zu fahren”, kündigt Thierry Neuville selbstbewusst an: “Ich werde alles daran setzen, so gut wie möglich abzuliefern und egal mit welchem Fahrzeug die Durchgänge zu gewinnen und ins Finale zu kommen.” Dass er als Rallyefahrer auf dem rutschigen Untergrund im Vorteil gegenüber den Rundstreckenpiloten ist, hat der Endlauf des vergangenen Jahres in Pite Havsbad gezeigt. Damals rang der französische Rekordweltmeister Sébastien Loeb den deutschen Formel 1-Champion Sebastian Vettel in einem spannenden Duell mit 0,8 Sekunden Vorsprung nieder. Das 18-köpfige Feld wird auch diesmal bunt gemischt sein. Nicht nur aus der Formel 1 und der Königsklasse des Rallyesports, sondern auch aus dem Langstreckensport (Le Mans), der IndyCar oder dem Rallycross treten bekannte Vollgasartisten an. Eigentlich handelt es sich dabei um Länderteams mit je zwei Fahrern, so Sebastian Vettel und Mick Schumacher (für Deutschland), Mika Häkkinen und Valtteri Bottas (Finnland), Sébastien Loeb und Adrien Tambay (Frankreich), David Coulthard und Jamie Chadwick (Großbritannien), Tom Kristensen und Felix Rosenqvist (Nordic), Petter und Oliver Solberg (Norwegen), Mattias Ekström und Johan Kristoffersson (Schweden) sowie Travis Pastrana und Tanner Foust (USA). Thierry Neuville und der amtierende brasilianische Formel 2-Meister Felipe Drugovich bilden das Team All Stars. Am Samstag ist der Nations Cup terminiert, am Sonntag das eigentliche Rennen der Champions, jeweils von 12 bis 15 Uhr. Für die Ausscheidungsläufe und das Finale stehen vier unterschiedliche Autos, entweder mit Elektroantrieb oder mit Verbrennungsmotor, der von Bio-Krafstoff befeuert wird, bereit: Cupra, Zerod X1 Rallycross, SuperCar Lites Rallycross und Polaris RZR Offroad. Thierry Neuville erwartet keine leichte Aufgabe. So muss er in der Einzelwertung am Sonntag laut Auslosung gleich im Achtelfinale mit Vorjahressieger Sébastien Loeb die Klingen kreuzen.
Das Race of Champions geht bis auf 1988 zurück. In den Anfangsjahren gehörte die berühmte Rallyefahrerin Michèle Mouton dem Organisationsteam an. Premiere wurde in Paris gefeiert. Das Jahr drauf gastierte das ROC auf der Rallycross-Strecke am Nürburgring. In der Folge trafen sich die Stars auf Gran Canaria, aber auch weltweit in großen Stadien in London, Paris, Beijing, Bangkok oder Düsseldorf. Die bislang erfolgreichsten Fahrer sind die Ex-Rallye-Weltmeister Didier Auriol und Sébastien Loeb, die beide jeweils vier Triumphe zelebrieren konnten.
Die Veranstaltung ist im Livestream auf dem YouTube-Kanal des Race of Champions (
www.raceofchampions.com

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