„Ethias Youth Solidarity Awards“ gehen in die zweite Runde

<p>Viele junge Belgier haben bereits prekäre Lebensumstände gekannt.</p>
Viele junge Belgier haben bereits prekäre Lebensumstände gekannt. | Illustrationsbild: dpa

Diese Initiative lädt alle Öffentlichen Sozialhilfezentren (ÖSHZ) ein, ihr Projekt einzureichen, um gegen die Verarmung unsere Jugend zu kämpfen. Die 14 Initiativen mit dem größten Einfluss werden ausgezeichnet und teilen sich 275.000 Euro. Nach Ethias-Angaben haben 30 % der jungen Belgier bereits prekäre Lebensumstände gekannt. 27 % hätten schon einmal ein ÖSHZ in Anspruch genommen. Die negativen Auswirkungen, die die finanzielle Situation junger Menschen auf ihre Lebensqualität haben könne, sei klar. Weil diese Situation nach wie vor untragbar sei, habe man sich zum Start einer zweiten Ausgabe der Awards entschieden, heißt es weiter.

Diese zweite Ausgabe richte sich erneut an die ÖSHZ oder ÖSHZ-Gruppen aus Brüssel, der Wallonie, Flandern und der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die Initiativen zur Bekämpfung prekärer Lebensumstände bei Kindern und jungen Menschen unter 30 Jahren umsetzten, um ihnen den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen.

Die Begleitung eines jungen Menschen und seine Bedürfnisse erfordere oft einen besonderen Ansatz, der sich von dem bei Erwachsenen unterscheide. Die ÖSHZ seien in diesem täglichen Kampf die wichtigsten Akteure vor Ort, daher sei es für Ethias Impact Fund eine Selbstverständlichkeit, ihnen bei der Verwirklichung ihrer Projekte zu helfen.

Bis einschließlich den 22. März können die ÖSHZ ihre Bewerbung online über die Webseite der Stiftung einreichen: https://kbs-frb.be/fr/youth-solidarity-awards-ethias-impact-fund-0.

„Prekäre Lebensumstände bei jungen Menschen sind in Belgien Realität. Die Zahlung des Studiums, der Zugang zu Kultur, das Heizen oder sogar Essen sind für manche Menschen eine echte Herausforderung. Und die Folgen der zweijährigen Pandemie, des Kriegs in der Ukraine und der Inflation, mit der wir heute konfrontiert sind, verstärken diese sozialen und finanziellen Ungleichheiten weiterhin. Die Kluft wird immer größer! Deshalb möchten wir im Einklang mit unseren Werten, dank der Ethias Youth Solidarity Awards, konkret und gezielt eingreifen“, wird Philippe Lallemand, der CEO von Ethias in der Mitteilung zitiert.

Im Frühjahr 2023 werden dann 14 Projekte von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt. Sie werden mit einer finanziellen Unterstützung zwischen 10.000 und 40.000 Euro ausgezeichnet, was einem Gesamtbetrag von 275.000 Euro entspricht.

Genauer gesagt werde dieser Gesamtbetrag in drei Pauschalbeträge pro ÖSHZ-Kategorie aufgeteilt, und zwar entsprechend der Einwohnerzahl am 1. Januar 2022. Demnach werden sieben Awards von jeweils 10.000 Euro für Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern, fünf Awards von 25.000 Euro für Gemeinden mit 10.000 bis 29.999 Einwohnern und zwei Awards von 40.000 Euro für Gemeinden mit mindestens 30.000 Einwohnern vergeben. Im Jahr 2022 haben, nach Angaben von Ethias, 130 ÖSHZ im ganzen Land an der ersten Ausgabe dieser Awards teilgenommen, das entspricht mehr als 20 % aller ÖSHZ. 102 Projekte seien eingereicht worden. Diese große Anzahl von Bewerbungen verdeutliche die Realität der prekären Umstände, in denen sich ein großer Teil der jungen Bevölkerung unseres Landes befinde, und die Relevanz dieser Initiative.

Die ausgezeichneten Projekte hätten konkrete Unterstützung für Kinder und junge Menschen in prekären Umständen geleistet, wie etwa den Zugang zu Bildung, Kultur oder zum Arbeitsmarkt handelt, heißt es abschließend in der Mitteilung. (red/kupo)

Weitere Informationen unter: https://ethiasyouthsolidarityawards.be/index.php/fr/home-francais.

Bewerbungen unter: https://kbs-frb.be/fr/youth-solidarity-awards-ethias-impact-fund-0

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment