„Spiele gutes Tennis“: David Goffin nimmt Top 30 ins Visier

<p>David Goffin ist zum zehnten Mal bei den Australian Open dabei.</p>
David Goffin ist zum zehnten Mal bei den Australian Open dabei. | Fotos: belga

Wenige Stunden vor seiner zehnten Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres zeigte sich der ranghöchste Tennisspieler des Landes jedenfalls selbstbewusst: „Ich spiele immer noch ein gutes Tennis und kann auch Topspieler schlagen. Das habe ich im vergangenen Jahr gezeigt. Bei den großen Turnieren muss ich gute Leistungen bringen. Das treibt mich an.“

Mit dem an Rang 176 der Weltrangliste gesetzten Laurent Lokoli sollte Goffin am frühen Dienstagmorgen keine allzu großen Probleme haben – wobei der 32 Jahre alte Lütticher bei seinen beiden letzten Teilnahmen in „Down Under“ jeweils nach dem ersten Match wieder die Koffer packen musste. 2017 erzielte Goffin mit dem Einzug in das Viertelfinale sein bislang bestes Resultat. „Ich kenne ihn nicht wirklich“, so Goffin über seinen Auftaktgegner. Auch mit Trainer Germain Gigounon habe er noch nicht ausführlich über den Franzosen gesprochen. „Ich habe ihn vor mehreren Jahren gesehen, als er sich für Roland Garros qualifiziert hat. Ich sehe ihn als dynamischen und physisch starken Spieler. Sein Service ist gut, er ist nur schwer zu bespielen. Insgesamt macht er viel Show, er braucht das Publikum. Er ist qualifiziert und hat schon allein deswegen kaum etwas zu verlieren.“

Frühes Duell mit Zverev möglich

Goffin selbst tankte über zuletzt zwei Siege in Auckland frisches Selbstvertrauen, ehe er nun in Melbourne bereits in der zweiten Runde auf Alexander Zverev (ATP 13) treffen könnte. In Runde drei könnte Diego Schwartzman (ATP 25) lauern. Letzteren konnte Goffin noch im Oktober vergangenen Jahres bei einem Duell in Antwerpen bezwingen. „Ich schaue von Spiel zu Spiel“, so Goffin fast klischeehaft. Wirkliche Erwartungen habe er vor dem ersten Höhepunkt der neuen Saison nicht. „Ich hoffe einfach, gutes Tennis zu zeigen und Stabilität in mein Spiel zu bekommen.“

Dem von einer schweren Verletzung zurückgekehrten Zverev zollte Goffin bereits vor einem möglichen Duell gehörigen Respekt: „Sollte ich auf ihn treffen...ich habe gegen ihn immer stark gespielt. Er kommt gerade von einer Verletzung zurück, was nie einfach ist. Solche Spieler brauchen aber nicht viel, um wieder zu ihrem besten Niveau zu finden. Manchmal reicht schon ein gutes Spiel in der ersten Runde“, so die belgische Nummer eins: „Ich spiele immer besser und hoffe, dass ich das fortsetzen kann.“

Der Turnierfavorit schlechthin sei derweil Novak Djokovic, der nach seiner Ausweisung vor einem Jahr mit einer Menge Wut im Bauch antreten dürfte. „Hier ist er gefühlt unspielbar“, so Goffin, der sich in der frisch veröffentlichten Weltrangliste um drei Plätze steigerte und wieder Teil der besten 50 Spieler ist. Damit soll aber nicht Schluss sein. „Mein Ziel ist es, wieder in die Top 30 zu kommen und weiter schnell zu steigen. Ich denke, das ist ein realistisches Ziel.“ Nach seiner mehr oder weniger langen Teilnahme an den Australian Open wird Goffin schon Anfang Februar in und gegen Südkorea an den Qualifikationsspielen für den Davis Cup teilnehmen. „Komme ich hier in Melbourne weit, reise ich direkt durch. Wenn nicht, dann nehme ich den Umweg über Europa“.

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