In Mexiko-Stadt ist am 14. Januar der erste von 16 Läufen der WM 2023 in dieser vollelektrischen Rennserie angesagt, die bei ihrer Welttournee bis Ende Juli auch in den europäischen Hauptstädten Berlin, Monaco, Rom und London gastieren wird.
Die Formel E steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Neuerungen. Aus technischer Sicht kommen erstmals die Boliden der dritten Generation zum Einsatz, die mit vielen Innovationen ausgestattet sind. Dies ist beispielsweise der Fall beim beim Antrieb, der von 250 auf 350 kW, bzw. von 340 PS auf 475 PS, erhöht wird. Bei den Probefahrten traten zuletzt allerdings noch Kinderkrankheiten in Form von Pannen und Unfällen auf.
Auch auf dem Fahrermarkt hat sich viel getan. Stoffel Vandoorne wurde 2022 Weltmeister im Mercedes, das sich aber aus dieser Serie zurückgezogen hat. Und so wechselt der frühere Formel 1-Pilot zum französischen Hersteller DS, der seinerseits eine Partnerschaft mit dem amerikanischen Team Penske eingegangen ist. „Wir treten mit dem Ziel an, den Titel erneut zu holen”, sagt der belgische Wahlmonegasse, der nach den erfolgreichen Vortests in Valencia wieder zu den Favoriten zählt: „Das Leistungsniveau ist in den vergangenen Jahren ständig gestiegen. Es wartet eine riesige Herausforderung auf uns. Warten wir ab, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen.”

Sein Teamkollege ist der zweifache Champion Jean-Eric Vergne (F): DS-Penske bietet folgerichtig eines der der stärksten Fahrerduos in der Formel E auf. Stoffel Vandoorne hat sich jedenfalls viel vorgenommen, denn er fungiert außerdem als Test- und Ersatzfahrer von Aston Martin in der Formel 1. Mit weiteren Autobauern wie Porsche, Nissan, Jaguar, McLaren, Mahindra, Cupra, NIO oder Maserati fehlt es jedenfalls nicht an Sieges- und Titelanwärtern im 22 Autos zählenden Teilnehmerfeld.
Derweil sind die Ausrichter der WM eigenen Angaben zufolge mehr denn darauf erpicht, die Umweltverträglichkeit der Formel E weiter zu optimieren. So haben die Ingenieure des in Elektrifizierung und Automation spezialisierten Technologieunternehmens ABB, das ohnehin Titelsponsor der Serie ist, in Zusammenarbeit mit den Fachleuten des Motorsport-Dachverbandes FIA eine neue nachhaltige Lösung für den Betrieb der Schnellladestationen entwickelt. Und mehr denn je müssen die Fahrer mit der verfügbaren Energie effizient umgehen. Mit Blick auf die Kostendeckelung sind ohnehin Einheitsbauteile die Regel in der Formel E, so insbesondere beim Chassis (von Spark/Dallara), der Batterie (von Williams) oder den Allwetterreifen (von Hankook). Dagegen steuern die Hersteller den gesamten Antriebsstrang (Motor, Getriebe, Inverter) bei und dürfen ihn weiterentwickeln. (hs)

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