Bagnaia schenkt Ducati die Krone

<p>Francesco Bagnaia ist neuer MotoGP-Weltmeister.</p>
Francesco Bagnaia ist neuer MotoGP-Weltmeister. | Foto: AFP

„Das ist der beste Tag meines Lebens“, sagte Bagnaia, der seinen Matchball auf dem Circuit Ricardo Tormo cool verwandelte. Der Werksfahrer ließ mit Rang neun nichts anbrennen, da sein einziger Konkurrent Fabio Quartararo (Yamaha) als Vierter den für ihn notwendigen Rennsieg verpasste, war Bagnaias Platzierung aber ohnehin egal.

Beim Saisonfinale endete nach 20 Läufen ein bemerkenswerter Run mit der Krönung. Nach seinem Sturz auf dem Sachsenring Mitte Juni hatte Bagnaia 91 Punkte hinter Titelverteidiger Quartararo gelegen, war dank einer Aufholjagd mit fünf Siegen in neun Rennen aber vorbeigezogen. Vor dem letzten Lauf lag der Italiener 23 Punkte vorn, schon zwei Punkte (14. Platz) hätten gereicht.

Ducati gewann damit in diesem Jahr alles. Denn auch in der Hersteller- und Teamwertung siegte die Traditionsmarke aus Bologna, der Rookie des Jahres (Marco Bezzecchi) fuhr ebenfalls eine Desmosedici.

Einer der ersten Gratulanten an der Strecke war Valentino Rossi. Das Motorradidol war der bislang letzte italienische MotoGP-Weltmeister (2009) und bildete Bagnaia auf seiner Ranch in der VR46 Riders Academy aus.

Bis zu dieser Saison hatte Ducati erst einmal den MotoGP-Titel geholt, 2007 war der Australier Casey Stoner mit der Marke Weltmeister geworden. Und Bagnaia ist dazu der erste Italiener seit 50 Jahren, der auf einem Fabrikat aus dem Land in der Königsklasse triumphierte. 1972 war dies Rekordchampion Giacomo Agostini auf einer MV Agusta gelungen. (sid/ab)

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