Erneute Brandstiftung in Kelmiser Schule - Vermehrte Polizeipräsenz im Gebäude

<p>Erneute Brandstiftung in Kelmiser Schule - Vermehrte Polizeipräsenz im Gebäude</p>
Illustrationsbild: dpa

Die Schule wurde daraufhin vorsorglich evakuiert. Die herbeigerufene Feuerwehr löschte den Brand. Mehr Informationen wollte Pressesprecher Eric Hellebrandt nicht geben, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. Auch Staatsanwalt Frederic Renier hielt sich gegenüber dem GrenzEcho sehr bedeckt. „Wir gehen von Brandstiftung aus. Aber wir haben bisher keinen Tatverdächtigen. Es handelt sich um vier sehr ähnliche Fälle.“ Die Untersuchungen seien nun aufgenommen worden. Es würden sowohl nach Zeugen gesucht als auch Spuren gesichert. Renier betonte allerdings: „Die Schüler waren zu keiner Zeit in Gefahr, da das Feuer immer in menschenleeren Räumen ausbrach. Dennoch wird natürlich auf Hochtouren ermittelt.“

Die Direktion der Schule hat gemeinsam mit den Gemeindeverantwortlichen und der Schulministerin, Lydia Klinkenberg (Pro DG), am Freitag ein Kommuniqué verschickt, in dem die weitere Vorgehensweise erläutert wird. So sei beispielsweise mit dem Leiter des Kelmiser Polizeikommissariats und dem Gefahrenverhütungsberater des Gemeinschaftsunterrichtswesens eine Ortsbegehung vorgenommen worden. „Gemeinsam haben wir beschlossen, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz und die Sicherheit der Schüler und Personalmitglieder zu gewährleisten“. Ab Freitag werde die Polizeipräsenz, die bereits seit Dienstag in der Schule zugegen war, weiter verstärkt, heißt es in der Mitteilung.

Zudem wird der Zugang zur Schule strenger reguliert, unter anderem durch den Austausch von Türschlössern.

Das Schulgebäude erfülle zwar die gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz, dennoch würden nun „aus gegebenem Anlass zusätzliche Brandschutzmaßnahmen ergriffen“. Dazu gehört eine tiefergehende Analyse besonderer Gefahrenquellen für den Brandschutz und der kurzfristige Ausbau des Brandmeldesystems.

Die Mitarbeiterinnen des Krisennachsorgeteams von Kaleido Ostbelgien, das ebenfalls bereits vor Ort war, stehe den Kindern, Eltern und Personalmitgliedern weiterhin zur Verfügung.

Über den Stand der Ermittlungen teilten die Behörden nichts mit.

(red/nawi)

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