Belgien hofft bei WM auf mindestens zwei Medaillen

<p>Wout Van Aert gilt bei der Weltmeisterschaft in Australien als Medaillenkandidat.</p>
Wout Van Aert gilt bei der Weltmeisterschaft in Australien als Medaillenkandidat. | Foto: Isopix

In Wout Wan Aert und Remco Evenepoel schickt Belgien gleich zwei Spitzenfahrer ins Rennen. Der belgische Verband strebt daher mindestens zwei Medaillen an, sagte Verbandspräsident Tom Van Damme am Dienstag während einer Pressekonferenz. Wie in den Vorjahren ist eine Prämie von 50.000 Euro für die Sieger der Eliteliga vorgesehen.

Auffallend ist, dass in der achtköpfigen Auswahl für das Straßenrennen der Männer, kein Platz für Dylan Teuns ist, der im Frühjahr den Flèche Wallone gewann. Der Trainer setzt neben den beiden Superstars auf Nathan Van Hooydonck, Jasper Stuyven, Pieter Serry, Yves Lampaert, Quinten Hermans und Stan Dewulf.Jasper Philipsen, der ehemalige Olympiasieger Greg Van Avermaet, Dries Van Gestel und Louis Vervaeke sind die Reservisten. Evenepoel und Lampaert werden zudem das Zeitfahren absolvieren. Hermans, Serry und Van Hooydonck starten in der Mixed-Team-Staffel.

„Dylan Teuns ist ein großartiger Fahrer, aber wir haben in Belgien eine Menge guter Fahrer, die es nicht in die Auswahl geschafft haben. Dylan steht nicht einmal auf der Reserveliste, denn das hätte ich für einen Fahrer seines Kalibers als minderwertig angesehen“, erklärt Nationaltrainers Sven Vanthourenhout, „Philipsen und Van Avermaet müssen bereit sein, aber sie sind ein anderer Fahrertyp. Natürlich ist es nicht schön, einen Fahrer wie Dylan zu enttäuschen. Wir haben darüber gesprochen, das sind nicht die einfachsten Gespräche“.

Strecke für Frauen und Männer beim Zeitfahren erstmals gleichlang

Arnaud De Lie, Florian Vermeersch und Tim Wellens fehlen ebenfalls in der belgischen Auswahl. Sie müssen für Lotto Soudal Punkte sammeln, damit das Team in der WorldTour bleiben kann. Das hat die Arbeit des Nationaltrainers ein wenig erleichtert. „Für den belgischen Radsport ist es enorm wichtig, dass sie in der WorldTour bleiben können“, sagte Van Damme. „Ich muss auch sagen: Die Lage, in der sie sich befinden, ist nicht über Nacht entstanden. Das ist schon seit einiger Zeit besorgniserregend. Wir hätten sie gerne dabei gehabt, vor allem bei den unter 18-Jährigen. De Lie hat jedoch bereits ein sehr umfangreiches Programm absolviert, so dass es nicht sicher war, dass er in Australien punkten könnte. Ich kann die Entscheidung also irgendwo verstehen, aber ich finde es schade.“

Bei der Frauen-Elite richten sich alle Augen auf Lotte Kopecky, die zusammen mit Julie Van de Velde sowohl das Straßenrennen als auch das Zeitfahren bestreiten wird. Vergangenes Jahr in Löwen belegte Kopecky als beste Belgierin im Straßenrennen den 16. Platz, Van de Velde wurde 22. im Zeitfahren.

Das Eliterennen der Frauen ist dieses Mal 164 Kilometer lang und hat 2.433 Höhenmeter. Für die Männer sind es 267 Kilometer und sogar fast 4.000 Höhenmeter. Im Zeitfahren legen die Männer- und Frauen-Elite zum ersten Mal in der Geschichte die gleiche Strecke zurück: 34,2 Kilometer mit 312 Höhenmetern. (belga/leo)

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