[Update] Drama in der Provinz Hennegau: Zahl der Todesopfer steigt

<p>Ein Blick auf den Tatort in Strépy-Bracquegnies am Sonntagvormittag</p>
Ein Blick auf den Tatort in Strépy-Bracquegnies am Sonntagvormittag | Foto: belga

Bei dem Unglück in dem Ortsteil Strépy-Bracquegnies waren nach ersten Angaben vier Menschen ums Leben gekommen, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Jacques Gobert, dem Bürgermeister der Gemeinde, am frühen Sonntagmorgen berichtete. Die Zahl der Todesopfer hat sich mittlerweile aber auf sechs erhöht. Wie ein Sprecher der Rettungskräfte am Sonntagvormittag bei einer Pressekonferenz sagte, sind zudem zehn Schwerverletzte in einem kritischen Zustand. 27 Personen erlitten demnach leichtere Verletzungen.

Warum das Fahrzeug in Strépy-Bracquegnies in die Menschengruppe fuhr, ist weiter unklar. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte lediglich, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe. Die im Fahrzeug sitzenden Personen kamen seinen Angaben zufolge aus der Region und wurden festgenommen. Sie waren den Behörden bislang nicht bekannt und sind 1988 beziehungsweise 1990 geboren worden.

Einige der Karnevalisten sagen, das Fahrzeug sei offensichtlich mit großer Geschwindigkeit in die Menschengruppe gefahren. Das wollen die Ermittler zum jetzigen Stand noch nicht bestätigen. Nur so viel gaben sie bei der Pressekonferenz zu verstehen: Es habe keine Verfolgungsjagd mit der Polizei gegeben.

Eigentlich wollten die frankofonen Karnevalisten nach den coronabedingen Zwangspausen am Sonntag endlich wieder ausgelassen feiern. Jacques Gobert hat die Bevölkerung aufgerufen, dies wegen des Unglücks aber nicht zu tun. Der Bürgermeister hat im Zuge des Dramas zudem den Katastrophenplan ausgerufen.

Gegen 16 wird König Philippe am Unglücksort erwartet. Begleitet wird der 62-jährige Monarch unter anderem von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V). (calü)

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