Die weiß-blau-rote Flagge prangte am Dienstag noch neben dem Namen Daniil Medwedew auf der ATP-Webseite, doch das wird sich bald ändern. Nur ohne Fahne und Landesnamen dürfen der neue Weltranglistenerste und andere russische Tennis-Stars künftig noch bei ATP- und WTA-Turnieren oder Grand Slams antreten.
Infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hat zwar am Dienstag auch der Weltverband ITF Sanktionen verhängt. Russland, Gewinner von Davis Cup und Billie Jean King Cup, und Belarus werden als Verbände ausgeschlossen - die Sportlerinnen und Sportler dürfen aber weiter auf der Tour mitreisen. Die ATP- und WTA-Turniere, die im Oktober in Moskau stattfinden sollten, wurden ausgesetzt.
Der ukrainische Verband UTF hatte in deutlichen Worten harte Maßnahmen eingefordert. „Russland und Belarus haben kein Recht, internationale Wettkämpfe auf ihrem Territorium auszutragen, und auch nicht an allen ITF-Mannschafts- und Einzelturnieren im Ausland teilzunehmen“, hieß es einem Statement der UTF vom Sonntag.
Russische Spielerinnen und Spieler sind - und bleiben damit - auch abseits der Mannschaftswettbewerbe prägend im Tennis. Vor allem Medwedew als US-Open-Champion und neue Nummer eins ist ein Aushängeschild. Bei den Frauen zog Anastasia Pawljutschenkowa im vergangenen Jahr ins Finale der French Open ein. (sid/mn)
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