Sturmtief „Eunice“: Ministerium schaltet Rufnummer 1722 frei - SNCB warnt vor Störungen im Bahnverkehr

<p>An der Küste wird mit Orkanböen von bis zu 150 km/h gerechnet.</p>
An der Küste wird mit Orkanböen von bis zu 150 km/h gerechnet. | Illustrationsbild: dpa

„Eunice“, so der Name des Sturmtiefs, soll an diesem Freitag mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h über Belgien hinwegziehen – vor allem an der Küste. Das KMI rechnet mit damit, dass sich zwischen 14 und 15 Uhr sowie zwischen 18 und 19 Uhr ein starker Sturm bei Südwestwind (10 Beaufort) und möglicherweise lokal ein sehr starken Sturm (11 Beaufort) ergeben wird.

Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, sind fast überall Parks geschlossen worden. Wälder sollten darüber hinaus nicht betreten werden. Auch einige Schulen gehen auf Nummer sicher und setzen den Unterricht aus. Unter anderem wird an der Universität von Antwerpen heute ausnahmsweise ab 13 Uhr Schluss sein. „Sicherheit geht vor“, sagt Rektor Herman Van Goethem. „Indem wir den Unterricht heute Nachmittag aussetzen, können alle sicher nach Hause gehen.“

Angesichts des bevorstehenden Sturmtiefs rät die belgische Eisenbahngesellschaft (SNCB) Fahrgästen, ihre für den späten Freitagnachmittag geplanten Reisen möglichst vorzuziehen. Es sei ab den Nachmittagsstunden mit erheblichen Beeinträchtigungen des Bahnbetriebs zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.

In Teilen Flandern werde zwischen 14 und 18 Uhr ein Teil des Zugverkehrs vorübergehend eingestellt. Dann erreiche die nächste Sturmfront Belgien. Auf dem restlichen Streckennetz werde indes die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt.

Das föderale Innenministerium hat derweil vorübergehend die Nicht-Notfall-Feuerwehreinsatznummer 1722 aktiviert. Die Nummer 1722 ist für die Entspannung der 112-Notrufnummer vorgesehen, um Menschen, deren Leben in Gefahr ist, nicht warten zu lassen. Die Aktivierung erfolgt präventiv, wann immer ein Sturm oder eine Überschwemmung angekündigt wird. Für Gefahr von Leib und Leben gilt weiterhin der Notruf 112. (belga/calü)

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