Das Wetteramt KMI rechnet mit zwei Spitzen von sehr hoher Intensität: Zwischen 14 und 15 Uhr sowie zwischen 18 und 19 Uhr wird ein starker Sturm bei Südwestwind (10 Beaufort) und möglicherweise lokal ein sehr starken Sturm (11 Beaufort) erwartet. Am stärksten getroffen werden die Provinzen Westflandern, Ostflandern und Antwerpen, für die die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen wurde. Für den Rest des Landes gilt Code Gelb. An der Küste wird mit Böen von bis zu 120 bis 150 km/h gerechnet. Es ist übrigens nicht ausgeschlossen, dass Westflandern und die Küstenregion auf die Warnstufe Rot gesetzt werden, so das KMI.
In der Provinz Hennegau können die Böen eine Geschwindigkeit von 90 bis 120 km/h erreichen. Ansonsten werden sie nicht schneller als 80 bis 120 km/h sein. In der Provinz Lüttich werden Spitzenwerte von 80 bis 110 km/h prognostiziert. Das KMI warnt: „Die Windschäden können in manchen Gebieten groß sein.“
„Im pessimistischsten Fall kann man vom schlimmsten Sturm seit 1990, also seit 30 Jahren, sprechen", kommentiert David Dehenauw, Meteorologe am KMI. „Die Alarmstufe Rot für Wind wird nur sehr selten oder gar nicht aktiviert. Um auf Windböen von 140 km/h zu kommen, muss man bis zum Sturm vom 25. Januar 1990 zurückgehen.“ Der Experte präzisiert, dass man vom schlimmsten Szenario ausgeht, die Situation sich aber ständig in die eine oder andere Richtung entwickeln kann. „Stürme sind in Belgien zwischen Oktober und März normal. In diesem Fall könnte er heftiger ausfallen, da die Jetstreams in zehn Kilometern Höhe stark sind“, fügt er hinzu.
Windböen mit einer solchen Stärke können Spuren hinterlassen. Es ist daher ratsam, sich vorzubereiten. „Leichte Lastwagen können von Böen mit 120 km/h umgeworfen werden“, so Dehenauw. „Auch auf Baustellen, auf denen zum Beispiel Kräne stehen, sollte man Vorsichtsmaßnahmen treffen.“ (gz)
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