Brussels Airlines wurde am 15. Februar 2002 durch den Zusammenschluss der SN Brussels Airlines, die aus der Sabena-Tochter Delta Air Transport hervorging, und der Virgin Express gegründet.
Am 25. März 2007 fand der erste Flug unter dem Namen Brussels Airlines und dem Airline-Code „SN“, der von der SN Brussels Airlines übernommen wurde, statt. Den Code trugen auch schon die Flüge der Sabena. Er sollte die Herkunft der Fluggesellschaft zum Ausdruck bringen. Sabena war in Belgien sehr beliebt und ein Teil des Nationalstolzes. Ihr Bankrott entwickelte sich zu der größten Firmenpleite in der belgischen Geschichte.
Am 15. September 2008 kündigte die deutsche Lufthansa-Gruppe an, zunächst 45 Prozent der Anteile der SN Airholding zu übernehmen. Gleichzeitig erhielt die Gruppe eine Kaufoption, um in den Jahren 2011 bis 2014 die restlichen 55 % zu erwerben. Seit Anfang 2017 befindet sich Brussels Airlines vollständig im Besitz der Lufthansa.
Lufthansa wollte Brussels Airlines zunächst in die Low-Cost-Tochter Eurowings integrieren, was zu großer Unruhe in der Belegschaft führte. Mitte 2019 wurde aber entschieden, dass Brussels Airlines weiterhin auf eigenen Füßen stehen soll. Es wurden jedoch Einsparungen gefordert, die aufgrund der Anfang 2020 ausgebrochenen Corona-Pandemie beschleunigt werden mussten. Die Flotte schrumpfte um fast ein Drittel und die Belegschaft um ein Viertel. Um die Corona-Krise zu überstehen, erhielt Brussels Airlines außerdem 290 Millionen Euro in Form von Staatshilfen, die durch 170 Millionen Euro des Mutterkonzerns ergänzt wurden.
Allmählich krabbelt die Fluggesellschaft aber aus dem Tal heraus. So wurde im dritten Quartal 2021 zum ersten Mal seit der Corona-Krise wieder ein operativer Gewinn erwirtschaftet. „Der Winter wird in allen Bereichen noch kalt sein, aber wir erwarten, dass es ab dem zweiten Quartal 2022 wirklich besser wird“, sagte CEO Peter Gerber Ende November 2021. Mit einem neuen Logo – neun rote Kugeln in verschiedenen Größen, die ein Quadrat bilden – wurde auch symbolisch ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das seinerzeit eingeführte Logo mit einem aus Punkten gebildeten „b“ als Bildmarke wird allerdings noch bis 2024 zu sehen sein. „Wir sind überzeugt, dass dies der perfekte Moment ist, um der Welt zu zeigen, dass das Schlimmste vorbei ist“, äußerte sich Gerber bei der Vorstellung im November des letzten Jahres. (belga/calü)
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