Hafen von Antwerpen will Drohnen einsetzen, um Abfall aus dem Wasser zu fischen

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Ministerin Petra De Sutter (links) hat sich das Projekt am Dienstag ausführlich erklären lassen. | Foto: belga

Jedes Jahr werden etwa 50 Tonnen schwimmender Abfall von den Docks im Antwerpener Hafengebiet gesammelt. Dazu zählen Kunststoffe, Holz, organisches Material und Pflanzen. Diese Abfälle können Wasserverschmutzung verursachen, eine Auswirkung auf die biologische Vielfalt haben und Schäden an Schiffen anrichten.

Um den Problemen besser entgegenwirken zu können, wollen die Hafenverantwortlichen künftig Drohnen einsetzen, um die schwimmenden Abfälle auf dem über 120 Quadratkilometern großen Areal aufzuspüren. So soll eine Armada von autonomen Drohnen errichtet werden, die aus der Vogelperspektive Bilder machen, die wiederum dazu verwendet werden, eine Live-Karte zu erstellen, die zeigt, wo sich der Müll befindet. Dadurch ließen sich Abfälle schneller und effizienter lokalisieren und beseitigen, heißt es.

Um das Projekt flächendeckend umsetzten zu können, muss das 5G-Netz aber ausgebaut werden. Zurzeit arbeitet der Hafen mit einer Pilotlizenz, in Erwartung der Frequenzversteigerung im Sommer.

Die für Telekommunikation und Digitalisierung zuständige föderale Ministerin Petra De Sutter (Groen) hatte sich am Dienstag das Projekt genauer erklären lassen und zeigte sich begeistert. „Wir werfen hier einen Blick in die Zukunft“, sagte De Sutter bei dem Termin. „5G kann dem Hafen bei der Überwachung der Infrastruktur, aber auch bei der Bewältigung von Zwischenfällen, bei der Verwaltung von Liegeplätzen und bei der Erkennung von Ölteppichen und Treibgut helfen.“ (belga/calü)

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