„Die Zahl ändert sich jeden Tag“, wird Eric Van Duyse, Sprecher der föderalen Staatsanwaltschaft, von der flämischen Tageszeitung „De Morgen“ zitiert. „Das ist keine wirkliche Überraschung, auch wenn es bis dato mehr sind, als wir vorab geschätzt hatten.“
Zehn Verdächtige müssen sich ab dem 10. Oktober wegen ihrer Beteiligung an den Terroranschlägen vor einem Geschworenengericht verantworten. Sie sind unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes in einem terroristischen Zusammenhang angeklagt. Das Gerichtsverfahren wird im früheren NATO-Gebäude in Haren bei Brüssel stattfinden. Dort können etwa siebenhundert Personen an der Verhandlung teilnehmen.
Sollte jede Zivilpartei von ihren Rechten Gebrauch machen, könnte ein organisatorisches Problem entstehen. Schließlich kann grundsätzlich jede Zivilpartei einen Experten befragen. „Jeder wird seine Fragen verfahrensmäßig stellen können, ohne dass die Rechte der Verteidigung und das Recht auf die Wahrheitsfindung beeinträchtigt werden“, sagt Rechtsanwalt Anthony Mallego. „Ich vertrete acht Zivilparteien, also werde ich mein Plädoyer und meine Fragen für diese acht bündeln.“ (belga/calü)
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