Die flämische Regierung um Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) hat im Vergleich zum Vorjahr mächtig am Geldhahn gedreht: Für das Jahr 2020 war für den Ankauf für Kunst nur ein Gesamtbudget von 150.000 Euro vorgesehen, im letzten Jahr hat die Politik einige Euros draufgelegt, um den Sektor unter die Arme zu greifen. „Viele bildende Künstler hatten keinen Anspruch auf Fördermaßnahmen wie die Kulturförderprämie, weil sie keine Unternehmensnummer hatten. Mit diesen Käufen wollen wir sie in dieser Coronarkrise unterstützen“, wird der Jan Jambon in dem Schreiben zitiert.
Demnach sind insgesamt 281 Kunstwerke von 180 Künstlern erworben worden. Dazu gehören Fotografien, Installationen, Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen. Die sechs nationalen Museen mit einem Sammlungsprofil für zeitgenössische Kunst, M HKA, S.M.A.K., Mu.ZEE, M Leuven, Middelheim Museum und Fotomuseum Antwerpen, werden die Werke nun in ihre Obhut nehmen.
Die Sammlung der Flämischen Gemeinschaft umfasst heute mehr als 18.000 Werke. Sie soll ein vollständiges und genaues Bild der hochwertigen und international relevanten flämischen Kunst vermitteln. Seit 1860 werden für die Sammlung Kunstwerke erworben und öffentlichen Einrichtungen und Museen zur Aufbewahrung übergeben. (belga/jod)
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