Der Trend ist in Belgien ausgeprägter als in anderen europäischen Ländern, wie aus der von der Nationalbank veröffentlichten Daten über die Entwicklung des Zinssatzes hervorgeht. Diese Statistik zeigt die durchschnittliche Bruttogewinnspanne aller nichtfinanziellen Unternehmen in einer Volkswirtschaft. Der Bruttogewinn ist ein relativ einfacher Vergleich zwischen den Kosten der Produkte, die dein Unternehmen verkauft, und den Einnahmen, die diese Produkte generieren.
Der Zusammenhang zwischen zunehmender Marktkonzentration in vielen Sektoren und steigenden Gewinnspannen hat das Interesse der Wettbewerbshüter geweckt. Wie „De Tijd“ berichtet, kann das Kartellamt aber nicht effektiv intervenieren, da es nicht mehr über ausreichende Mittel verfügt, um gezielte Untersuchungen in Sektoren durchzuführen, in denen es möglicherweise an Wettbewerb mangelt.
Der föderale Arbeits- und Wirtschaftsminister Pierre-Yves Dermagne (PS) will dem Problem schon länger entgegenwirken und fordert eine Studie. Konkret soll herausgefunden werden, ob die Unternehmen die galoppierende Inflation als Deckmantel für höhere Gewinnspannen nutzen. Wann mit den Ergebnissen einer solchen Analyse gerechnet werden kann, weiß allerdings niemand so genau. (belga/calü)
Kommentare
Kommentar verfassen