7,59 %: Inflation erreicht fast 40-Jahre-Hoch

Der Verbraucherpreisindex - hier werden u.a. die Energiepreise nicht berücksichtigt - stieg in diesem Monat um 2,58 Punkte bzw. 2,23 % und verzeichnete damit den größten Anstieg gegenüber dem Vormonat seit März 1951. Damals betrug der Anstieg 2,93 %. Der Gesundheitsindex verzeichnet eine ähnliche Steigerung: Hier geht es von 5,21% auf 7,12% hoch. Der geglättete Gesundheitsindex liegt im Januar bei 113,42 Punkten. Der nächste wichtige Schwellenindex für den öffentlichen Dienst und die Sozialleistungen liegt bei 116,04.

Energiepreise gehen um 60 Prozent in die Höhe.

Die hohe Inflation in diesem Monat ist, wie schon in den letzten Monaten, in erster Linie auf die hohen Energiepreise zurückzuführen. Das berichtet das belgische statistische Amt, Statbel. Energie hat derzeit eine Inflationsrate von 60,86% und trägt nicht weniger als 4,97 Prozentpunkte zur Gesamtinflation bei. Ein Blick auf die Kerninflation, bei der die Preisentwicklung von Energieerzeugnissen und unverarbeiteten Lebensmitteln nicht berücksichtigt wird, verdeutlicht den verheerenden Einfluss der steigenden Energiepreise auf die Gesamtinflation.

Im Januar wurden die größten Preissteigerungen bei Strom, Erdgas, Brot und Getreide, Kraftstoffen, Krankenversicherungen, alkoholfreien Getränken, Fahrzeugkäufen, Heizöl, Abwasser, Milchprodukten, Fleisch, Verbrauchsgütern, Hotelzimmern und Feuerversicherungen verzeichnet. Flugtickets hingegen wirkten sich negativ auf den Index aus.

Verbraucherpreisindex liegt nun bei 118,32 Punkten

Der Verbraucherpreisindex stieg im Januar um 2,58 Punkte oder 2,23% und liegt nun bei 118,32 Punkten gegenüber 115,74 Punkten im Dezember 2021 (2013=100). Der Gesundheitsindex steigt im Januar um 2,61 Punkte und liegt bei 118,21 Punkten, verglichen mit 115,60 Punkten im Dezember.

Billiger werden nur Flugtickets: um durchschnittlich 9%.

Schaut man sich einzelne Produktgruppen und ihre jeweilige Bewegung im Januar an, stehen erneut Strom und Erdgas vorne. Sie wurden in diesem Monat im Durchschnitt um 20,5 % bzw. 34,9 % teurer. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen in diesem Monat um durchschnittlich 4,5 %. Kraftstoffe wurden in diesem Monat im Durchschnitt um 3,6 % teurer. Die Krankenversicherungen verteuerten sich ihrerseits um durchschnittlich 6,6 %, Alkoholfreie Getränke um 4,4 %. Der geglättete Preis für Heizöl stieg in diesem Monat um durchschnittlich 5,4 %. Die Abwassergebühren stiegen in diesem Monat im Durchschnitt um 9,8 %. Die Preise für Molkereiprodukte kletterten um durchschnittlich 2,6 %. Fleisch verteuerte sich im Januar um durchschnittlich 1,3 %, während die Preise für Verbrauchsgüter im Durchschnitt um 5,2% stiegen. Flugtickets hingegen verbilligten sich im Durchschnitt um 9,0 %. (os)

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