Bereits 91 Ermittlungen gegen mutmaßliche Randalierer bei Corona-Demos

<p>Festnahme von mutmaßlichen Randalierern am Rande der Kundgebung von vergangenen Sonntag in Brüssel.</p>
Festnahme von mutmaßlichen Randalierern am Rande der Kundgebung von vergangenen Sonntag in Brüssel. | Foto: belga

Die erste Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen fand am 21. November statt und führte zu schweren Krawallen. Es wurden Akten gegen 53 mutmaßliche Randalierer angelegt, von denen 31 identifiziert werden konnten. Gegen einen Mann wurde Haftbefehl erlassen; er wurde aber inzwischen unter Auflagen wieder freigelassen. Die gerichtlichen Ermittlungen sind abgeschlossen, und die Ratskammer wird in Kürze entscheiden, ob der Mann vor ein Strafgericht gestellt wird. Ein zweiter Mann musste sich bereits vor dem Strafgericht verantworten; das Urteil wird für den 17. Februar erwartet. An diesem Tag wurden zwei weitere mutmaßliche Randalierer vorgeladen, am 9. März wird ein weiterer Verdächtiger vor Gericht gestellt, und am 17. März ein vorläufig letzter.

Bei Ausschreitungen am 5. Dezember wurde ein Minderjähriger festgenommen. Gegen fünf weitere Randalierer wird ermittelt, zwei von ihnen konnten bereits identifiziert werden. Am 12. Dezember gab es keine Festnahmen, aber am 19. Dezember wurden sieben Personen aufgegriffen: vier Erwachsene und drei Minderjährige. Nach der Demo am 9. Januar wurden neun Personen festgenommen, aber nach der Vernehmung wieder freigelassen. Gegen fünf weitere Personen wird ebenfalls ermittelt. Bei der letzten Demonstration am 23. Januar wurden elf Verdächtige aufgegriffen. Zwei Minderjährige werden vor ein Jugendgericht gestellt, ein dritter wurde freigelassen, und ein Erwachsener muss am 17. Februar vor Gericht erscheinen. Sieben weitere Minderjährige wurden nach der Vernehmung wieder freigelassen.

Unterdessen hat die Polizei selbst eine interne Untersuchung über das brutale Vorgehen einiger Beamten bei der Kundgebung vom vergangenen Sonntag eingeleitet, wie flämische Zeitungen berichten. Auf Amateuraufnahmen ist zu sehen, wie ein Mann gewaltsam zu Boden gestoßen wird und von einem Polizisten mehrere Schläge erhält. Der Betroffene behauptet, dass er nicht an der Demo beteiligt war und deswegen Anzeige erstattet habe. (belga/gz)

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