Belgien verschärft den Ton gegenüber Migranten, die in einem anderen Land einen Antrag gestellt haben

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Sammy Mahdi (CD&V) | Foto: belga

Durch mehr Kontrollen will er insbesondere sicherstellen, dass diese Asylbewerber tatsächlich in das europäische Land zurückkehren, in dem sie bereits einen Antrag gestellt haben. Der Staatssekretär möchte Migranten außerdem davon abhalten, nach ihrem ersten Asylantrag in der EU für einen weiteren Asylantrag nach Belgien zu reisen.

Im Jahr 2021 beantragten fast 11.000 Personen, die in einem Mitgliedstaat bereits bekannt waren, weil sie dort Asyl beantragt hatten, erneut Asyl in Belgien. Das ist mehr als im Vorjahr (6.178 Anträge), das hauptsächlich durch die Pandemie geprägt war, aber auch mehr als 2018 (knapp über 8.000 Anträge) und 2019 (10.698).

Gleichzeitig beantragten 1.349 Personen, die bereits in einem anderen EU-Mitgliedstaat als Flüchtlinge anerkannt worden waren, erneut einen Status in Belgien. Diese Anträge üben zusätzlichen Druck auf das Aufnahmelagernetz aus, das in den letzten Monaten bereits mit einem starken Zustrom neuer Asylbewerber mit einem Erstantrag konfrontiert war, so das Kabinett Mahdi, das einen Plan entwickelt hat, der diesen durch Europa reisenden Asylbewerbern gewidmet ist.

Der Plan sieht unter anderem eine intensive Betreuung für diejenigen vor, die zur Bearbeitung ihres Asylantrags in einen anderen Mitgliedstaat zurückkehren müssen. Diese Personen werden entweder in der Aufnahmeeinrichtung selbst weitergeleitet oder zu einem Gespräch mit einem Rückkehrberater in ein regionales Rückkehrbüro eingeladen. Diejenigen, die sich weiterhin weigern zu kooperieren, können ihr Aufnahmerecht verlieren.

Bei einem Mangel an Aufnahmeplätzen wird zudem schutzbedürftigen Personen, Kindern und neuen Asylbewerbern Vorrang eingeräumt. (belga/jod)

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