Steven Van Gucht: „Ende der fünften Welle noch nicht in Sicht“

<p>Steven Van Gucht: „Ende der fünften Welle noch nicht in Sicht“</p>

Sowohl Montag als auch Dienstag und Mittwoch wurden mehr als 60.000 Neuinfektionen bestätigt, hieß es bei der Pressekonferenz. Das waren Tagesrekorde. Auf Wochenbasis nahmen die Infektionen um 64 % zu.

Jeden Tag werden in Belgien 255 Covid-Patienten in ein Krankenhaus eingewiesen, was einer wöchentlichen Zunahme um 39 % entspricht. Insgesamt liegen 2.736 Covid-Patienten in belgischen Krankenhäusern, 34 % mehr als in der Vorwoche. Davon liegen 367 auf der Intensivstation (minus elf Prozent auf Wochenbasis). Van Gucht bezeichnet dies als eine „geringe Anzahl“. Was die Krankenhausaufnahmen betrifft, erwartet er den Höhepunkt Ende Januar oder Anfang Februar.

Dem Virologen zufolge befinden sich die Zahlen der Krankenhäuser derzeit im „optimistischsten Szenario“. Er beschreibt die Situation in den Kliniken als „überschaubar“. Dass sich die Krankenhauseinweisungen so positiv entwickeln, liegt seiner Ansicht nach an der erhöhten Immunität der Bevölkerung und am weniger schweren Krankheitsverlauf von Omikron. Von allen Infektionen entfallen nur noch fünf Prozent auf die Delta-Variante, der Rest ist Omikron zuzuschreiben.

Das Verhältnis zwischen der Anzahl Infektionen und der Anzahl Patienten, die ins Krankenhaus kommen, ist deutlich gesunken. „Seit Beginn der Impfkampagne ist die Zahl der Krankenhausaufenthalte allmählich zurückgegangen“, so Van Gucht. Vor den Impfungen wurden fünf bis acht Prozent der Infizierten ins Krankenhaus eingeliefert, jetzt ist dieser Anteil auf weniger als ein Prozent gesunken. Und von denjenigen, die ins Krankenhaus eingewiesen werden, landen weniger auf der Intensivstation: jetzt sind es etwa elf Prozent, in der dritten Welle waren es 25 %.

Die Zahl der Infektionen steigt bei Kindern und Jugendlichen am schnellsten an. Sie verdoppelt sich dort jede Woche, weiß Van Gucht. Auf diese Gruppe entfällt etwa ein Drittel aller positiver Testergebnisse.

Die Welle der Omikron-Infektionen begann bei Personen in den Zwanzigern, und in dieser Gruppe ist jetzt ein deutlicher Rückgang der Anzahl positiver Tests zu verzeichnen. Es ist zu erwarten, dass dieser Rückgang in einigen Wochen auch bei Jugendlichen und Kindern zu beobachten sein wird. (gz)

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