Der RDJ habe diese Empfehlungen mittels des Faltblatts in den ostbelgischen Kontext gesetzt. „Die Empfehlungen richten sich an politische Entscheidungsträger und weitere relevante Akteure der Gesellschaft. Das Faltblatt wurde mit der Unterstützung der Europäischen Union ko-finanziert“, so der RDJ.
Im EU-Jugenddialog habe von Juli 2020 bis Dezember 2021 das Thema Jugendbeteiligung im Mittelpunkt gestanden. „Auch wenn diese Zeit durch die Corona-Pandemie geprägt wurde, schmälerte dieser Umstand nicht die Beteiligung von jungen Menschen: Insgesamt haben über 17.000 Jugendliche in ganz Europa durch verschiedenste Aktivitäten ihre Ideen und Meinungen zum Thema eingebracht. Auch der RDJ hat in den letzten 18 Monaten versucht, neue Ideen für eine aktive Beteiligung der Jugend zu sammeln und in der letzten Phase des Zyklus mit dem Video-Podcast ‚‘ne Soirée‘ schon ein konkretes Projekt umgesetzt“, so der Wortlaut der Mitteilung.
„Zu Beginn des neuen Jahres 2022, das zugleich als Europäisches Jahr der Jugend ausgerufen wurde, veröffentlicht der RDJ eine Zusammenfassung der europäischen und ostbelgischen Ergebnisse des vergangenen Zyklus in Form eines Faltblatts“, heißt es weiter. Die Arbeitsgruppe des RDJ empfehle vier Schritte, um eine bessere Jugendbeteiligung zu erreichen: Grundwissen zur Politik vermitteln, mit jungen Menschen in Kontakt treten, Jugendliche strukturell einbeziehen und Jugend als Akteure in der Politik wahrnehmen. Verschiedene Ideen und Lösungsansätze seien pro Schritt im Faltblatt dargestellt.
Das Faltblatt mit den Empfehlungen ist unter http://jugenddialog.be/jugendbeteiligung-empfehlungen/ zu finden. Gedruckte Exemplare können beim RDJ angefragt werden.
In dieser Woche sei das Faltblatt an politische Entscheidungsträger und relevante Akteure der Gesellschaft versendet worden. „Die Arbeitsgruppe des RDJ hofft, dass dieses Dokument einige neue Ansätze liefert, um den Kontakt mit jungen Leuten in Zukunft – und vielleicht als Neujahrsvorsatz für 2022 – noch attraktiver für diese zu gestalten. Insbesondere mit Blick auf die geplante Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre für die Europawahlen in Belgien kann das Faltblatt ein weiterer Impuls für eine stärkere Jugendbeteiligung sein“, ist der RDJ überzeugt.
Der EU-Jugenddialog gelte als wichtigstes Instrument der europäischen Jugendbeteiligung. Seit 2010 werde jungen Menschen so die Möglichkeit geboten, ihre Meinungen zu aktuellen Themen zu erheben und sich zu politischen Sachverhalten zu äußern. Ziel des EU-Jugenddialogs sei es, junge Menschen und Entscheidungsträger an einem Tisch zu versammeln, um sich über eine bestimmte Fragestellung austauschen zu können. „Innerhalb eines Zyklus wird ein Thema europaweit vorgegeben und von sog. Nationalen Arbeitsgruppen im eigenen Land verbreitet. Die Ergebnisse von Befragungen, Diskussionen und Aktivitäten tragen die nationalen Arbeitsgruppen auf europäischer Ebene zusammen. Auf Basis der Meinungen von Jugendlichen und der Politik aller EU-Mitgliedsstaaten wird eine gemeinsame Handlungsempfehlung erarbeitet, die durch die Nationalen Arbeitsgruppen im eigenen Land verbreitet wird. Der Rat der deutschsprachigen Jugend (RDJ) koordiniert die nationale Arbeitsgruppe in Ostbelgien“, heißt es abschließend. (red/svm)
Alle Informationen zum EU-Jugenddialog gibt es unter www.jugenddialog.be
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