Pflichtimpfung „ohnehin zu spät für Omikron“

<p>Es kommt eine parlamentarische Debatte über die eventuelle Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht.</p>
Es kommt eine parlamentarische Debatte über die eventuelle Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. | Foto: dpa

Eine mögliche Impfpflicht wird schon seit einiger Zeit in Erwägung gezogen.

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Kommentare

  • Sozialpsychologin Vera Hoorens: „Im Moment sind alle, die für wissenschaftliche Argumente empfänglich sind, bereits geimpft.“

    Diese Tatsachenbehauptung ist nachweislich FALSCH. Beweis: Ich bin für wissenschaftliche Argumente empfänglich, aber nicht geimpft.

    Ich glaube, dass ein Großteil derjenigen, die begreifen, dass „Wissenschaft“, insbesondere die medizinische, „immer nur der aktuelle Stand des Irrtums ist“ (Eckart von Hirschhausen), derzeit dieser Impfung eher skeptisch gegenüber stehen. Man achte bitte auf den doppelten Konjunktiv („glaube“, „eher“) in meiner Aussage.

    Ich erinnere diesbezüglich an das „wissenschaftliche“ Hickhack um den Impfstoff von AstraZeneca und neuerdings an die Empfehlung des HGR, den Moderna-Impfstoff nicht mehr als Erstimpfung an junge Menschen zu verabreichen.

  • Werter Herr Schmitz,

    Ihr "Beweis" verkehrt sich ins Gegenteil. Inzwischen, was Ihnen wohl entgangen ist, erklärt die Mehrheit der Wissenschaftler die Impfung zwar nicht zum Allheilmittel aber zur ersten Möglichkeit sich selbst vor schweren Verläufen zu schützen.
    Würde man Ihrer "Argumentation" folgen wäre die Geißel der Menschheit heute nicht Omikron sondern die Pest oder (das dürfen Sie sich gerne aussuchen) eine andere durch die Impfung ausgerottete Krankheit.

  • Sehr geehrter Herr Gebser,

    Sie stützen sich, wie so viele und so oft, auf ein rethorisches (im Sinne von „klingt auf den ersten Blick plausibel“), aber nicht wissenschaftliches Argument. Sie ziehen Rückschlüsse aus der Sicherheit früherer Impfungen um die Sicherheit der neuartigen mRNA-Impfstoffe zu belegen, dabei hat die Sicherheit der früheren Impfstoffe keinerlei Einfluss auf die Sicherheit dieser neuen Impfstoffe. Ich behaupte ja auch nicht, nur weil Contergan viel Schaden angerichtet hat, dass deswegen alle Medikamente wohl viel Schaden anrichten werden.

    Des Weiteren sollten Sie bedenken, falls diese rethorische Argumentation weiterhin überstrapaziert wird, dass in dem Falle, wo sich diese mRNA-Impfstoffe letztendlich doch als fatal entpuppen sollten, Sie den fundamentalistischen Impfgegnern (wozu ich mich keineswegs zähle) dann nicht verübeln können, sich systematisch unter Nutzung Ihrer rethorischen Argumentation gegen neue bzw. alle Impfungen zu wehren.

  • Die Devise eines bekannten ostbelgischen Coronaleugners und Impfgegners lautet: „Nichts glauben, alles hinterfragen, selber denken“.
    Schade nur, dass er das selber nicht befolgt, übernimmt er doch die absurdesten Verschwörungstheorien über die Ursachen und den Verlauf der Coronapandemie, ohne sie auch nur im Ansatz in Zweifel zu ziehen.

    Herr Schmitz würde sicher dieser Maxime auch zustimmen, obwohl er es seinerseits schon mit dem ersten Teil, dem „Nichts glauben“, nicht so genau nimmt.
    Schreibt er doch: „Ich glaube, dass ein Großteil derjenigen, die begreifen, dass „Wissenschaft“, insbesondere die medizinische, „immer nur der aktuelle Stand des Irrtums ist“ (Eckart von Hirschhausen), derzeit dieser Impfung eher skeptisch gegenüber stehen.“

    Dabei hat er früher den Glauben an etwas in den Bereich der Religion verwiesen.
    Echte Wissenschaftler „glauben“ nichts, sondern „wissen“, daher der Name, wobei dieses Wissen auf Fakten beruhen muss, soll es nicht unverbindliche Theorie bleiben.

    Auf was stützt er sich bei seinem „Glauben“? Hat er eine Meinungsumfrage gestartet? Wie unterscheidet er zwischen Wissenschaftlern, die „begreifen“ und solchen, die „nicht begreifen“? Wie definiert er „skeptisch“? Wie ist das mit denjenigen, die der Impfung total ablehnend gegenüberstehen?

    Dass jeder seriöse Wissenschaftler bereit sein muss, sich mit seinen Forschungsergebnissen der kritischen Diskussion mit anderen Fachleuten zu stellen, ist eine Binsenweisheit.

    Beispiel für eine selbstkritische Haltung liefert ausgerechnet das Idol Anders Tegnell, der nach anfänglichem Liebäugeln mit der Herdenimmunität erklärt hat, eine solche sei nicht möglich, und der der Impfung zuerst „skeptisch“ (*) gegenüberstand, dann aber zugab, man müsse sich aus der Pandemie „herausimpfen“.

    Eine solche selbstkritische Sichtweise ist den hier genannten beiden Herren leider fremd.
    Immerhin, der Herr Schmitz gibt zu, kein fundamentalistischer Impfgegner zu sein. Er hätte wahrscheinlich nur mit dem Beginn der Impfungen bis zum Sanktnimmerleinstag gewartet…

    Übrigens hat er, der sonst keine Gelegenheit auslässt, jede Grafik und jede Tabelle zu zerpflücken, kein Wort zu den Angaben von Sciensano über die Krankenhauseinlieferungen und die Belegung der Intensivstationen durch Geimpfte und Ungeimpfte geschrieben.

    (*) skeptisch sein = Zweifel oder Bedenken haben, was ja durchaus keine Untugend ist.

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