Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln über Maßnahmen zur Bewältigung des Personalmangels

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Die sogenannte Zehnergruppe bei einem Treffen im September 2020. | Foto: belga

Es wird befürchtet, dass die Omikron-Variante des Coronavirus zu einem umfassenden Personalausfall führen wird. Um zu verhindern, dass Unternehmen wegen Personalmangels ihre Türen schließen müssen, werden Gewerkschaften und Arbeitgeber über eine außergewöhnliche Flexibilität am Arbeitsplatz verhandeln.

Nach Beratungen mit Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) am Dienstag werden die Spitzenverhandler der Gewerkschaften und Arbeitgeber in den kommenden Tagen zusammenkommen. Ziel sei es, bis Samstag eine Einigung zu erzielen, heißt es. „Es ist dringend, so schnell wie möglich“, sagen die Arbeitgeber.

Einerseits drängen die Arbeitgeber auf flexiblere Überstunden für Menschen, die bereits in den Unternehmen arbeiten, und andererseits, darauf zusätzliches Personal zu gewinnen. Das betrifft zum Beispiel Werkstudenten, Zeitarbeiter, aber auch Rentner.

Die Gewerkschaften bestehen insbesondere darauf, dass die zusätzliche Flexibilität zeitlich begrenzt, verhältnismäßig und an Bedingungen geknüpft sein sollte. „Es sollte kein Freibrief für Arbeitnehmer sein, überall Überstunden zu machen, wenn sie nicht notwendig sind“, sagen sie. Es stellt sich auch die Frage, ob die zusätzliche Flexibilität nur für wesentliche Sektoren gelten solle. (belga/jod)

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