„Begeisterung, Ernüchterung, Zerstörung“ im Hof Bütgenbach
Ausstellung
Lesedauer: 2 min
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bütgenbach und dem Sammler Karl-Heinz Heck zeigt der Geschichtsverein „Zwischen Venn und Schneifel“ (ZVD) die Ausstellung „Begeisterung, Ernüchterung, Zerstörung“ zum Gedenken an die Zerstörungen in der belgischen Eifel im Zuge der Ardennenoffensive.
An den beiden letzten Oktoberwochenenden (23. und 24., sowie 30. und 31. Oktober) wird die Ausstellung im Hof Bütgenbach zu sehen sein. Neben den Ausstellungstafeln, die die Zeit zwischen 1935 und 1945 in unserer Gegen dokumentieren, zeigt der Sammler Karl-Heinz Heck authentische Objekte aus dieser Zeit. Von Kindesbeinen an beeindruckt Karl-Heinz Heck die lokale Kriegsgeschichte. „Vor ca. 50 Jahren habe ich Nägel mit Köpfen gemacht, um die gefundenen Gegenstände einzuordnen. Im Laufe der Jahre wurde die Sammlung immer umfangreicher. Einige dieser Gegenstände sind im Hof ausgestellt, darunter Wehrpässe, Original-Soldbücher von gefallenen Soldaten aus dem Bütgenbacher Gemeindewald, Totenzettel von Menschen aus der hiesige Gegend, Totenzettel von Deutschen und Österreichern, die in der Eifel gefallen sind und unzählige Fotos. Viele Koppelschlösser aus Metall von der Wehrmacht, der Luftwaffe und vom Ortsbauernführer liegen in den Vitrinen. In den Vitrinen findet man einen BDM-Ausweis und einen Führerschein, den man vorher zur belgischen Zeit nicht brauchte. In einem anderen Glasschrank befindet sich Feldpost, Urkunden, ein Eisernes Kreuz, Panzerkampf- und Verwundetenabzeichen. Vorbei geht es an einem Foto von General Eisenhower auf Frontbesuch vor der Villa Kirch in Bütgenbach, zusammen mit dem Kommandanten der 99. Infanterie-Division, General Lauer. Zu jedem Ausstellungsgegenstand weiß er eine Begebenheit zu erzählen. Dabei fällt sein Blick auf den Totenzettel eines hiesigen Soldaten, für den ein Gedenkgottesdienst mit Verteilung der Totenzettel gefeiert wurde. Er kam aber aus dem Krieg nach Hause zurück und verstarb - zum zweiten Mal - in den 1990er Jahren. Die Ausstellung kann an den genannten Tagen von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden. Führungen auf Anfrage außerhalb der Besuchszeiten möglich (Tel. 0478/43 82 09; E-Mail: info@zvs.be).
Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren