Platzverantwortlicher Erwin Hannen hatte zusammen mit den Stadtverantwortlichen ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet, das das Ausrichten einer Kirmes erneut möglich machte. Nach der offiziellen Kirmes-Eröffnung am Freitagabend flanierten viele Menschen über den in diesem Jahr aufgrund der zahlreichen Terminkollisionen und den behördlichen Vorgaben an Schaustellern und Buden etwas abgespeckten Kirmesplatz. Der Samstag war derweil der Kirmestradition vorbehalten, als die rund 100 Junggesellen des St.Vitus-Junggesellenvereins gegen 17 Uhr den in blau-weiß gehaltenen Kirmesbaum durch die Haupt- und Malmedyer Straße trugen.
Unter großen Anfeuerungsrufen der Spalier stehenden Zuschauer bahnte sich die illustre JGV-Garde langsam den Weg durch die Stadt. Dabei wurde traditionsgemäß auch die eine oder andere Rast an den Wirtshäusern der Stadt eingelegt, um sich von dieser schweißtreibenden Strapaze zu erholen. Mit ironischen T-Shirts und dem Aufdruck „Kirmes gibt es nur zwei Mal im Jahr“ untermauerten die Junggesellen, dass man sich auch von einer Pandemie nicht unterkriegen lassen wolle. Unter dem Motto „Hier gibt’s keinen Zweifel, das ist Musik aus der Eifel“ steuerte der Musikverein „Eifelklang“ schmissige Weisen als musikalische Bonbons bei. Nach zahlreichen Zwischenstopps erreichten die JGV-Mannen schließlich den Kirmesplatz, wo der stattliche Baum mittels Kran in den Abendhimmel gehievt wurde. Im Festzelt derweil versammelte sich die Kirmesgemeinde auf Einladung des RFC St.Vith zu einer schmissigen Disco-Veranstaltung, bei der erstmals auch die neuen Mehrwegbecher der Stadt zum Einsatz kamen – eine gelungene Veranstaltung, die nach einer langen Durststrecke die Hoffnung auf eine wiederkehrende Normalität schürte. (gh)

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