Nach den Orten gefragt, für die er diesbezüglich gearbeitet hat, folgt eine lange Auflistung. So für die Monschau Touristik und Monschauer Land Touristik, Rureifel und Rursee Touristik, für Hillesheim, Manderscheid, Ternell und andere Auftraggeber. Nicht genug, Laschet war in Stolberg, Simmerath, Monschau, Gerolstein, Hillesheim, Naturpark Nordeifel, Eupen und Raeren ebenfalls tätig.
Just wurde Christoph Laschet ein zweites Mal für die Touristik GmbH Gerolsteiner Land eingespannt und gebeten, wieder aktiv zu werden. Er hat eine neue Wanderkarte produziert. „Es ist die aktuellste, sowie mit über 450 Quadratkilometer eine der größten, an der ich rund 180 Stunden gesessen und gearbeitet habe“, lässt er wissen.
Christoph Laschet arbeitet bei der Erstellung von Wanderkarten mit bis zu 100 verschiedenen Datenebenen.
Sarah Wiesen (Touristik GmbH Gerolsteiner Land), zuständig für den Marketingbereich, bestätigt, dass man bereits 2017 mit der ersten Karte von Christoph Laschet sehr zufrieden gewesen sei. „Klar, wir haben uns daher jetzt auch wieder für ihn entschieden. Außerdem erarbeitet Christoph Laschet Projekte in Hillesheim, so die Wanderkarte rund um Hillesheim, Wanderflyer und zukünftig ist auch ein eigener Stadtplan für Hillesheim geplant“, zählt Sarah Wiesen auf.
Ein dickes Lob zollt sie Christoph Laschet für das neuste Kartenwerk: „Er hat alle unsere Wünsche berücksichtigt, die Gestaltung sowie die Korrekturen rasch eingearbeitet.“ Jetzt schon habe man von Gästen positive Rückmeldungen erhalten. Das „neuste Werk“ deckt das Gebiet der alten Verbandsgemeinde Gerolstein ab. Alle fünf bis acht Jahre werden die Wanderkarten überarbeitet. „Diesbezüglich wollen wir aber flexibler sein und stets frühzeitig unsere Wanderkarte aktualisieren“, sagt Sarah Wiesen.
Nach so viel Lob und Dank wollte das GrenzEcho von Christoph Laschet wissen, nach welchem Schema er bei der Herstellung von Karten vorgeht. „Ich arbeite mit bis zu 100 verschiedenen Datenebenen, deren Informationen ich je nach Bedarf ein- und ausblenden kann, die aber alle in der richtigen Reihenfolge angeordnet sein müssen, damit nicht Informationen der vorherigen Ebene überdeckt werden“, erklärt er. Das sei dann besonders problematisch, wenn nachträglich komplexere Änderungen und Ergänzungen vollzogen werden müssen, zum Beispiel bei Aktualisierungen. Das mache dann häufig auch Änderungen in ansonsten nicht betroffenen Gestaltungsebenen notwendig, so zum Beispiel, wenn er eine vorher als Wanderkarte genutzte Karte in eine Radwegkarte umwandeln soll.
Was musste er bei der Gerolstein-Karte besonders beachten? Christoph Laschet nennt im Wesentlichen die Fülle der Daten, spricht die große Anzahl der verschiedenen Wanderwege, die sich teilweise überdecken, also abschnittsweise auch einen gleichen Verlauf haben, dieses nun auch kenntlich zu machen, an. „Und teilweise waren da Situationen, die gleich drei- oder viermal den gleichen Verlauf über einen gewissen Streckenabschnitt hatten. Das sollte aber möglichst noch erkennbar sein“, so Christoph Laschet. Er habe da neben unterschiedlichen Farben und Strichstärken auch noch strukturierte Linien einsetzen müssen, um an solchen Stellen in der Karte, dann da eine noch in etwa erkennbare Information zu ermitteln. „Teilweise war das dann nur noch durch das Nebeneinandersetzen von Piktogrammen der einzelnen Streckenmarkierungen zu erreichen“, lacht er.
Liegen bereits neue Aufträge vor? „Ja, aber keine Kartenerstellung. Zum einen arbeite ich an einem Buch sowie an verschiedenen Einzel-Schautafeln für heimatgeschichtliche Auftraggeber in Roetgen und Rescheid.“ Und weitere Schautafeln seien für das „Via Regia“-Projekt zwischen Aachen und Eschweiler in Planung.
„Privat bin ich weiterhin mit einer Ahnentafel beschäftigt. Urgroßeltern und Großeltern väterlicher Seite, Schiffer und Laschet, stammen aus Raeren. Und auch noch an einem Buch meines Urgroßvaters, dem Heimatdichter, Steinbruchbesitzer und Töpfermeister Hubert Schiffer aus Raeren“, so ist zu hören.
Private Ahnenforschung nimmt bei ihm viel Zeit ein.
Dank schriftlicher Aufzeichnungen seines Vaters und Informationen von Albert Creutz aus Eupen sowie eigenen Recherchen im Internet sei er in Bezug auf die „Schiffer-Seite“ bis zu „Richard I.“ aus Daun gekommen. Seitens der „Laschet-Ahnen“ bis zu Karl dem Großen. Hauptsächlich dank der Ahnenforschung von Patrick Laschet, dem Bruder von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, wo er auf die Unterlagen vieler eifriger Ahnenforscher gestoßen sei, aber auch anhand diverser Kirchenbücher.
Die Laschet-Aktivitäten nehmen kein Ende, es ist längst noch nicht alles. „Ja, auch an dem Buch des Eupener Professors Alfred Minke nehme ich jetzt wieder, nach corona-bedingter Unterbrechung, die Arbeit an dem zweiten Band der Kirchengeschichte von St. Nikolaus in Eupen auf“, folgt stolz. Neben Gestaltung und Satz ist er bei diesem Buchprojekt auch mit den fotografischen und bildtechnischen und grafischen Arbeiten beauftragt.

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