Die gemeinsame Geschichte der Goldjubilare begann allerdings eineinhalb Jahre früher. Es war bei der Spielautomaten-Firma „Panda“ in Imgenbroich. Lorenz Noel war als Elektriker in der Endkontrolle beschäftigt, während Monika Gillessen als Löterin bei der gleichen Firma tätig war. Manchmal waren „kalte Lötstellen“ eingebaut, so dass Lorenz Noel das Produkt zu Monika Gillessen zurückbringen musste, um es neu löten zu lassen. Der Kontakt zwischen beiden entstand somit über die kalten Lötstellen. Hinzu kam, dass die Jubilarin den vier Kilometer langen Arbeitsweg von der Monschauer Haag nach Imgenbroich zu Fuß zurücklegen musste. Lorenz Noel, der ebenfalls über die Serpentinen nach Imgebroich hochfuhr, nahm sie oft mit seinem Fahrzeug mit und brachte sie auch nach Hause. Lorenz gab Monika in dieser Zeit zudem Fahrstunden, da sie den Führerschein machte.
Die Hochzeitsglocken läuteten in Monschau, wo sich das junge Paar im Beisein der Trauzeugen Joseph Lorenz und Brigitte Conrads das Ja-Wort gaben. Bereits am 22. Oktober 1970 hatte im Elsenborner Gemeindehaus vor Bürgermeister Leonhard Klinges (es war seine letzte Trauung) die standesamtliche Trauung stattgefunden. Lorenz erinnert sich, dass dort die Cognacflasche aus dem Karton herausrutsche und auf den Boden fiel. Wie durch ein Wunder ging sie dabei nicht in die Brüche, so dass die Hochzeitsgesellschaft die Flasche eigens leeren konnte. Aus der Ehe wurden drei Mädchen geboren: Sylvia (Jg. 1975), Gisela (1977) und Angelika (1984).
Noch heute ist er aktiv als Flötist im Tambourkorps und im Musikverein „Harmonie“ Elsenborn, im Kirchenchor (Bassstimme) und im Eifeler Seniorensingkreis. Während vierzig Jahren hat er in Elsenborn und weiteren Ortschaften über 100 Kinder an der Piccolo- und Querflöte ausgebildet, nachdem er selbst nach fünf Jahren Notenlehre und sechs Jahren Ausbildung an der Querflöte erfolgreich den Abschluss an der Musikakademie erhielt. Wanderungen und Fahrradfahren standen ebenfalls auf seinem Programm.
Nach der standesamtlichen Hochzeit mietete das Paar eine Wohnung in Imgenbroich, wo es allerdings selten wohnte, da Lorenz im Elsenborner Vereinsleben sehr aktiv war und freitags immer die Koffer gepackt werden mussten. Im März 1972 zog das Paar nach Elsenborn und bezog ein Haus an Klaajen, bis das eigene Haus am Peisch errichtet war. Als „Oberflächentechnikerin“ hat die Jubilarin während 30 Jahren in den Polizeidienststellen gearbeitet.
In ihrer Jugendzeit war Monika Gillessen in Tanzgruppen in Monschau, sowie im dortigen Kanu-Club aktiv. Heute erfreut sie sich der Kinder und Enkelkinder.
Am Samstag, 29. Mai, fand im kleinen Rahmen ein Segensgottesdienst in Elsenborn statt. Im kommenden Jahr wird aber groß gefeiert. Darauf freuen sich nun die Kinder und Schwiegerkinder, aber auch die sieben Enkelkinder zwischen vier Monaten und 13 Jahren, die Vereine und Freunde. (kli)

Kommentare
Kommentar verfassen