In der Kapellstraße in Kelmis schellte eine Frau an der Haupteingangstüre des Mehrparteienhauses und teilte einer Bewohnerin durch die Freisprechanlage mit, dass sie ein Einschreiben für diese habe. Die Frau fragte die Bewohnerin, ob sie zu ihr in die Wohnung kommen könne, was die Bewohnerin jedoch verneinte. Die Bewohnerin begab sich daraufhin nach draußen zu der Frau, welche sie in ein Gespräch verwickelte ohne das besagte Einschreiben zu übergeben. Später stellte die Bewohnerin fest, dass jemand in ihrer Wohnung war und Schmuck entwendet wurde.
In der Albert Straße in Kelmis befand sich eine Frau bereits im Inneren eines Mehrparteienhauses und schellte dort an einer Wohnungstüre. Die Bewohnerin öffnete und die Frau teilte mit, dass draußen eine weiter Person mit einem Einschreiben auf die Bewohnerin warte. Beide begaben sich vor das Haus. Dort wartete aber niemand. Später, als die Bewohnerin wieder in ihrer Wohnung war, bemerkte sie, dass ihre Handtasche samt Bargeld und Schmuck aus ihrer Wohnung entwendet wurde.
In beiden Fällen wurde die Wohnungstüre beim Verlassen durch die Bewohnerinnen lediglich zugezogen. Beide Wohnungstüren weisen keinerlei Beschädigungen auf. „Man kann davon ausgehen, dass sich ein zweiter Täter bereits im Inneren der Mehrparteienhäuser befunden hat und die Diebstähle in Abwesenheit der Bewohnerinnen begangen hat“, so die Vermutung der Polizei.
Am 12. Mai war eine ähnliche Tat in Eupen an der Vervierser Straße verübt worden. „In allen drei Fällen hat sich die Täterin sehr höflich und zuvorkommend den Opfern gegenüber verhalten. Auffallend ist auch, dass es sich bei den drei Opfern, um ältere Frauen handelt“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.
Beide Opfer in Kelmis gaben sehr ähnliche Beschreibungen der Frau ab, die an ihren Häusern geschellt hatte: Zwischen 20 und 30 Jahre alt, lange schwarze Haare, dunklere Hautfarbe, 160 bis 170 Zentimeter groß, schlanke Figur, gelb/rosa Sommerkleid bis unter die Knie. Die Frau sprach außerdem akzentfrei Französisch.
Die Polizei der Zone Weser-Göhl startet in diesem Zusammenhang einen Aufruf: Falls es Personen gibt, die etwas Sachdienliches beobachtet haben oder Hinweise zur Identifizierung der Täter geben können, werden diese gebeten, sich unter der Nummer 087/45 04 00 an die lokale Kriminalpolizei der Polizeizone Weser-Göhl zu wenden.
Außerdem gaben die Beamten weitere Empfehlungen. „Wir bitten Sie darum, dass wenn es bei Ihnen an der Wohnungstüre schellt und jemand sich als Postangestellter ausgibt oder suggeriert, ein Postangestellter warte mit einem Einschreiben vor der Türe, sich den Postausweis zeigen zu lassen. Jeder Postbeamte hat eine Karte in den Farben Weiß und Rot, mit Name und Foto und dem Postlogo. Des Weiteren sollten sie misstrauisch werden, wenn jemand behauptet, dass er ein Paket für sie hat, obwohl sie nichts bestellt haben. Sie sollten ihre Haus- oder Wohnungstüre immer abschließen, um es Tätern schwieriger zu machen, in ihre Wohnung einzudringen.“ (red/nawi)

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