Offizieller Start in die Badesaison: Drei Badezonen in Ostbelgien ausgewiesen

<p>Offizieller Start in die Badesaison: Drei Badezonen in Ostbelgien ausgewiesen</p>

Insgesamt 27 Seen und Flüsse sind in der Wallonie als Badezonen ausgewiesen, was bedeutet, dass die Wasserqualität regelmäßig kontrolliert wird. Zu den drei neuen Zonen gehört auch der Rechter Weiher, der nach einem Übergangsjahr nun wieder offiziell eingestuft wurde. Die Fischereigesellschaft, die die Anlage verwaltet und pflegt, hat in den letzten Jahren einige Maßnahmen ergriffen, um die Wasserqualität zu verbessern. Dies macht sich nun offenbar in den Werten bemerkbar, doch wird der Weiher aktuell eher zum Fischen als zum Baden genutzt, zumal es keine entsprechende Infrastruktur rund um das Gewässer gibt. Mit dem See von Robertville und Worriken/Bütgenbach gehören zwei weitere Gewässer in Ostbelgien zu den ausgewiesenen Gebieten. In beiden wird die Wasserqualität mit „exzellent“ bewertet, dies übrigens seit Jahren. In Bütgenbach öffnet der Venntastic Beach nach Angaben von Worriken-Geschäftsführer Björn Pfeiffer je nach Witterung voraussichtlich in der zweiten Juni-Hälfte, spätestens aber zum 1. Juli. In den Sommermonaten ist der Strand täglich geöffnet.

Schon im Vorjahr hatte die Wallonie vier neue Gebiete in die Liste aufgenommen, neun weitere werden derzeit untersucht. Ziel ist es, nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie, in der Belgier ihre Heimat neu entdeckt haben, die Touristenströme zu verteilen und zu vermeiden, dass einzelne Orte überlaufen werden. Dies soll im Einklang mit dem Schutz der Natur geschehen. Wie Céline Tellier bei der Saisoneröffnung erklärte, sollen sich die touristische Nutzung der Gewässer und der Naturschutz nicht gegenseitig ausschließen, sondern vielmehr die Menschen für den Umweltschutz sensibilisiert werden. Am Dienstag hat auch die Europäische Umweltagentur EEA ihren Jahresbericht zur Wasserqualität in Tausenden Seen, Flüssen und Küstengewässern in Europa veröffentlicht. Die in Kopenhagen ansässige Agentur hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2020 zu 22.276 Gewässern analysiert. Die Umweltexperten schauten dabei auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die beim Menschen zu Krankheiten führen können. 82,8 Prozent der Badestellen stuft die EEA diesmal als exzellent ein, 92,6 Prozent erfüllten die EU-Mindeststandards. Ein Jahr zuvor waren es knapp 85 beziehungsweise 95 Prozent gewesen. Musterknaben sind diesmal erneut Zypern, Österreich, Griechenland, Malta und Kroatien: Dort bekamen jeweils mehr als 95 Prozent der Badestellen eine exzellente Wasserqualität bescheinigt. (dpa/pf)

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