Das Votum des Rates fiel einstimmig aus. Die Sporthalle soll in der Nähe des Fußballplatzes errichtet werden.
Sportschöffe Bernard Lebrun erinnerte daran, dass 50,32 Prozent aller Wahlberechtigten aus der Gemeinde an der Umfrage teilgenommen und dass sich 67,56 Prozent für die Investition ausgesprochen haben. Das Kollegium habe daher beschlossen, diesem klaren Votum in der Entscheidungsfindung Rechnung zu tragen und die entsprechenden Planungen weiter voranzutreiben. Die Wallonische Region hat bereits einen Zuschuss in Höhe von 2.2.205.810 Euro in Aussicht gestellt.
Für den Oppositionsvertreter Marc Grandjean war die Bürgerumfrage eine unnötige Dopplung. „Der Gemeinderat wäre zum gleichen Ergebnis gekommen. Wir haben Zeit und Geld verloren.“
Bürgermeisterin Véronique Léonard erinnerte ihrerseits an die Bedeutung der partizipativen Demokratie. „Wir müssen dieses Prinzip im Auge behalten und der Bevölkerung das Wort geben, wenn es angebracht ist.“ Insofern zeigte sich die Opposition überrascht, dass keine Bürgerbefragung zum umstrittenen Windparkprojekt im Bois de Ronce organisiert wurde.
„Man muss vergleichen, was vergleichbar ist“, entgegnete die Bürgermeisterin nach Angaben der Tageszeitung „La Dernière Heure“. „Die Sporthalle stellt eine wichtige Investition der Gemeinde dar, während im Falle der Windkraftanlagen nicht die Gemeinde investiert. Die Bevölkerung wird aber während der öffentlichen Untersuchung zum Windpark konsultiert.“
Der Gemeinderat genehmigte außerdem die Auszahlung von Corona-Prämien in Höhe von 500 bzw. 1.000 Euro zugunsten von Unternehmen und Selbstständigen im Horeca-, Kultur- und Veranstaltungsbereich. (arco/red)
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