EU-weites Covid-Zertifikat soll Reisen in Europa erleichtern
Gesundheit
Lesedauer: 7 min
Der Sommerurlaub steht vor der Tür – und passend dazu soll Reisen in Europa trotz Corona-Pandemie wieder einfacher und sicherer werden. Dabei soll ab 1. Juli ein EU-weites Covid-Zertifikat helfen. Noch sind nicht alle Einzelheiten geklärt, aber vieles steht schon fest.
Ein Corona-Zertifikat ist ein QR-Code, den man auf seinem Smartphone speichern kann. Wer kein Smartphone besitzt oder das Zertifikat nicht digital speichern möchte, kann es auch in Papierform bekommen.
| Foto: dpa
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Oliver Paasch: „Es kann nicht sein, dass einerseits durch das Zertifikat die Freizügigkeit erleichtert werden soll, man aber andererseits den kleinen Grenzverkehr einschränkt“.
Ich musste diesen Satz mehrere Male lesen, um das Ausmaß des epidemiologischen Nonsenses darin zu erkennen. Inwiefern Nonsens? Beispiel: Der Belgier, der einmal im Jahr zwei Wochen Urlaub an der holländischen Küste machen möchte, muss einen Impfpass vorlegen, aber der belgische Grenzgänger, der in Maastricht arbeitet, sollte laut O. Paasch rund 200x ohne Impfpass über die holländisch-belgische Grenze pendeln können dürfen. Man muss kein Virologe sein, um zu ermessen, dass der „kleine Grenzverkehr“ dem Virus zig Mal mehr „Mitfahrgelegenheiten“ bieten wird, als der fragliche Urlaubsverkehr zwischen Belgien und Holland.
Fazit: Was für ein europäischer Murks ist doch dieses Zertifikat!
Und wenn nun schon 46% der erwachsenen Europäer (mindestens einmal) geimpft sind, gehe ich davon aus, dass JEDEM Europäer, der zur Risikogruppe gehört, mittlerweile ein Impfangebot unterbreitet wurde. Wie kann es also sein, dass dann noch eine Überlastung der europäischen Gesundheitssysteme – dem Keulenargument für die Grundrechtebeschneidung - befürchtet wird?
Entweder traut die EU den Impfstoffen selber nicht wirklich, oder es geht ihr nur noch um das Durchpeitschen der Impfung, koste was es wolle.
Vielleicht werden ja die „ungehorsamen“ Fussballfans der EM-2021, sei es im Stadion oder beim Public-Viewing, den Politikern/Experten eine Lektion in Sachen „Würde ist unantastbar“ erteilen.
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Oliver Paasch: „Es kann nicht sein, dass einerseits durch das Zertifikat die Freizügigkeit erleichtert werden soll, man aber andererseits den kleinen Grenzverkehr einschränkt“.
Ich musste diesen Satz mehrere Male lesen, um das Ausmaß des epidemiologischen Nonsenses darin zu erkennen. Inwiefern Nonsens? Beispiel: Der Belgier, der einmal im Jahr zwei Wochen Urlaub an der holländischen Küste machen möchte, muss einen Impfpass vorlegen, aber der belgische Grenzgänger, der in Maastricht arbeitet, sollte laut O. Paasch rund 200x ohne Impfpass über die holländisch-belgische Grenze pendeln können dürfen. Man muss kein Virologe sein, um zu ermessen, dass der „kleine Grenzverkehr“ dem Virus zig Mal mehr „Mitfahrgelegenheiten“ bieten wird, als der fragliche Urlaubsverkehr zwischen Belgien und Holland.
Fazit: Was für ein europäischer Murks ist doch dieses Zertifikat!
Und wenn nun schon 46% der erwachsenen Europäer (mindestens einmal) geimpft sind, gehe ich davon aus, dass JEDEM Europäer, der zur Risikogruppe gehört, mittlerweile ein Impfangebot unterbreitet wurde. Wie kann es also sein, dass dann noch eine Überlastung der europäischen Gesundheitssysteme – dem Keulenargument für die Grundrechtebeschneidung - befürchtet wird?
Entweder traut die EU den Impfstoffen selber nicht wirklich, oder es geht ihr nur noch um das Durchpeitschen der Impfung, koste was es wolle.
Vielleicht werden ja die „ungehorsamen“ Fussballfans der EM-2021, sei es im Stadion oder beim Public-Viewing, den Politikern/Experten eine Lektion in Sachen „Würde ist unantastbar“ erteilen.
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