Die Organisatoren des F1-Grand Prix von Francorchamps haben nach eigenen Angaben bereits 40.000 Tickets für das Rennen am Sonntag, dem 29. August, abgesetzt. Zugleich arbeiten sie an einem Hygienekonzept, um die Corona-Auflagen der Föderalregierung zu erfüllen und die Zuschauer unter optimalen Bedingungen empfangen zu können.
Der Veranstalter Spa Grand Prix zeigt sich sehr erfreut über das Management der Corona-Pandemie in Belgien und die jüngst durch den Konzertierungsausschuss beschlossenen Lockerungen der Schutzmaßnahmen. Die Aussichten, am letzten Augustwochenende mehrere zehntausend Besucher in Francorchamps bergrüßen zu können, haben sich angesichts der rückläufigen Infektionszahlen deutlich verbessert.
Wie Vanessa Maes, die Direktorin von Spa Grand Prix, der Tageszeitung „La Meuse“ bestätigte, seien für das Rennen bereits 40.000 Tickets verkauft worden. Für die Trainingseinheiten bzw. das Qualifying am Freitag und Samstag wurden bislang jeweils 35.000 Eintrittskarten abgesetzt. Das sei nicht schlecht angesichts der immer noch nicht ausgestandenen Gesundheitskrise und selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Hälfte dieser Tickets bereits im vergangenen Jahr verkauft worden und deren Gültigkeit um ein Jahr verlängert worden sei.
Melchior Wathelet: „Wir brauchen klare Regeln.“
Vanessa Maes kündigte außerdem an, dass man ein sogenanntes „Covid-Safe-Ticket“ verwenden werde, das mit dem Nachweis einer Impfung, eines negativen PCR-Tests, der weniger als 48 Stunden alt ist, oder dem Nachweis der Immunität verbunden sei. So soll verhindert werden, dass das Coronavirus unter den Besuchern übertragen werde.
„Wir wollen, dass die Dinge klar sind“, bestätigte Melchior Wathelet, der Präsident von Spa Grand Prix, der Zeitung: „Es kommt nicht in Frage, sich mit gleich welcher Bescheinigung, auch nicht des Hausarztes, Zugang zur Rennstrecke verschaffen zu wollen. Wir brauchen eine kohärente und nachvollziehbare Lösung.“ So könne Diskussionen an den Eingängen und Auseinandersetzungen mit Personen, die aus den genannten Gründen abgewiesen werden, vorgebeugt werden, so Wathelet.
Im Innenbereich der Rennstrecke werden die gängigen Corona-Regeln wie Handdesinfektion und Maskenpflicht zur Anwendung kommen. Dafür soll die Anzahl der Eingänge und der Stewards erhöht werden. Zudem sollen Wege ausgeschildert werden, um zu große Menschenansammlungen zu verhindern. Was dies betrifft, ist der frühere Politiker optimistisch: „Wir befinden uns in Francorchamps auf einem sehr weitläufigen Gelände. Da sollte es möglich sein, die notwendigen Schutzmaßnahmen umzusetzen.“ Allerdings soll es bei der Besetzung der Tribünenplätze keine Einschränkungen bzw. Zuschauerlimits geben.
Ein weiterer positiver Faktor sei, dass die Impfrate in Belgien sehr schnell steige. Außerdem seien die Briten, die traditionell einen großen Teil der Zuschauer in Francorchamps ausmachen, bereits größtenteils vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
Die meisten Tickets dürften allerdings auch in diesem Jahr an niederländische Formel-1-Fans verkauft werden. Es wird sogar erwartet, dass sie noch zahlreicher sein werden, da Max Verstappen zunehmend als Herausforderer Nummer eins von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton angesehen wird. Die Präsenz von Michael Schumachers Sohn Mick hat bislang noch keinen Ansturm deutscher Fans ausgelöst, jedoch geht Vanessa Maes davon aus, dass sich das schnell ändern könnte, sollte Mick Schumacher anfangen, Punkte zu sammeln. „Er hat in den sozialen Medien eine riesige Fangemeinde.“ (arco)

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