Damit ist die in erster Instanz verhängte Strafe erhöht worden, während die damit verbundene Bewährungsstrafe aufgehoben wurde. Die Explosion in der Lütticher Rue Léopold ereignete sich in der Nacht auf den 27. Januar 2010. Sie verursachte den Einsturz eines Gebäudes und den teilweisen Einsturz des Nachbargebäudes während der Rettungsarbeiten. Unter den Trümmern der Gebäude wurden die Leichen von 14 Menschen entdeckt. Ums Leben kam auch darunter Andy Terren aus Galhausen. Bei dem Unglück wurden außerdem 19 Personen verletzt.
Mehmet C. war in erster Instanz zu einer Haftstrafe von 14 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Berufungsgericht bestätigte seine Schuld als Täter (und nicht mehr nur als Mittäter) und erhöhte das Strafmaß. Die ihm in erster Instanz gewährte Bewährungsstrafe wurde jetzt widerrufen. Das Gericht bestätigte die Freisprüche für den Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheits- und Sicherheitsdienstes der Stadt Lüttich (SSSP) und seinen Vorgesetzten. Noch nicht entschieden ist, wie es bezüglich der Interkommunale „Incendie de Liège et Environs“ (IILE) weitergeht. Diese hatte von einer Aussetzung des Urteils in erster Instanz profitiert. Der Appellationshof entschied, den Verfassungsgerichtshof mit einigen Fragen zu konfrontieren, bevor ein Urteil gefällt wird. (belga/sc)

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