Leider habe die vor einigen Wochen lancierte Petition, in der sich über 700 Bürger gegen eine Sperrung des Torbogens unter dem früheren Gutsherrenhof Zeyen ausgesprochen hatten, die Situation vor Ort weiter eskalieren lassen.
Das Friedensgericht muss sich noch mit der Akte befassen.
„Dabei beruht diese Petition auf Falschinformationen, denn es war zu keinem Zeitpunkt unsere Absicht, den Torbogen gänzlich zu sperren“, bekräftigt Anthony Lambert. „Wir wollten lediglich, dass die Nutzung der sanften Mobilität, also Fußgängern, Radfahrern und Reitern vorbehalten bleibt.“
Über das Wegerecht soll nun das Friedensgericht befinden. „Wir werden das Urteil des Friedensgerichts abwarten, aber unser Entschluss steht fest, Burg-Reuland zu verlassen und das Haus in andere Hände zu übergeben“, so Anthony Lambert, der sich tief enttäuscht zeigt, dass keine außergerichtliche Einigung mit der Gemeinde Burg-Reuland möglich gewesen sei. „Das Gemeindekollegium war leider nie an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. Stattdessen wurde uns ein Zwangsgeld von 2.500 Euro pro Tag auferlegt, an dem wir eine freie Durchfahrt für alle Fahrzeuge unterbinden würden.“ Dabei habe erst kürzlich ein Kleinlieferwagen auf dem privaten Rasen der Hauseigentümer kehrtmachen müssen, als der Fahrer festgestellt habe, dass eine Durchfahrt unmöglich sei. „Das sind für uns untragbare Zustände, zumal der Fahrzeugverkehr seit der Veröffentlichung der Petition nochmals deutlich zugenommen hat.“
Zudem sehe man sich nach wie vor Anfeindungen von gewissen Bürgern ausgesetzt, „weshalb es für uns unmöglich geworden ist, an eine langfristige Zukunft in Burg-Reuland zu denken.“
Eine Rolle in der Entscheidung habe nicht zuletzt der Tod von Altbürgermeister Joseph Maraite gespielt. „Er hat uns sein Familienhaus anvertraut und freute sich sehr über unsere Pläne, es zu renovieren. Mit ihm haben wir leider einen unserer wenigen Unterstützer in dieser Sache verloren. Ohne seinen Zuspruch hätten wir vielleicht sogar schon vor drei oder vier Monaten aufgegeben“, so Anthony Lambert.
Auf einem Immobilienportal wird das Anwesen seit einigen Tagen für 349.000 Euro angeboten. (arco)

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