Erstkommunion mitten auf dem Bütgenbacher Marktplatz gefeiert

<p>Erstkommunion mitten auf dem Bütgenbacher Marktplatz gefeiert</p>

Zu unsicher sei die Lage, so dass sich die Eltern in der Gemeinde Bütgenbach zu 71,5 Prozent für die Feier zu den vorgesehenen Terminen an Christi Himmelfahrt und Pfingsten entschieden haben. „Nicht das Fest danach zählt, sondern der Gottesdienst der Aufnahme in die Tischgemeinschaft“, betonten mehrere Eltern. „Wir haben unser Kind entscheiden lassen“, sagten andere Eltern. „Wer weiß, wie die Lage im Spätsommer ist?“ Andere Eltern meinten, dass es keine Lösung sein kann, die Gottesdienste immer wieder zu verschieben.

Von einigen Katechetinnen der Erstkommunionvorbereitung kam die Idee auf, die Erstkommunion in zentraler Lage auf dem Kiosk des Marktplatzes Bütgenbach zu feiern. Nach einem Aufruf meldeten sich zahlreiche Väter, die das große Festzelt in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft (IG) Bütgenbach-Berg in weniger als drei Stunden aufbauten. „So schnell haben wir das Festzelt noch nie stehen gehabt“, freute sich Mario Linden von der IG, die dem Pfarrverband das Festzelt für die Gottesdienste gratis zur Verfügung stellt.

Bürgermeister Daniel Franzen und sein Kollegium unterstützten das Vorhaben und gaben grünes Licht, wofür die Eltern und Pfarrverantwortlichen sehr dankbar waren.

Nicht nur die Erstkommunionfeiern der 42 Kinder aus Bütgenbach, Berg, Elsenborn, Nidrum und Weywertz fanden bzw. finden auf dem Marktplatz statt. Auch die Firmfeiern der Firmlinge aus allen Orten der Gemeinde finden auf dem Marktplatz statt, wie auch die Sonntagsgottesdienste. Da die Gottesdienste im Freien bis zu maximal 50 Teilnehmer zählen dürfen, finden die Feiern in kleinen Gruppen von sieben Erstkommunionkindern bzw. sechs Firmlingen statt. Sowohl die Erstkommunionkinder als auch die Firmlinge dürfen jeweils ihre Eltern, Großeltern, Geschwister, Tauf- und Firmpaten mitbringen. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschei, sowie vor der herrlichen Kulisse des Marktplatzes und der St. Stefanus-Pfarrkirche fanden am Fest Christi Himmelfahrt drei Erstkommunionfeiern mit den Kindern von Elsenborn und Weywertz (in zwei Gruppen) statt. Die Familien waren in Farbbereiche aufgeteilt, so dass der notwendige Abstand respektiert wurde. Das Elsenborner Tambourkorps und der Weywertzer Musikverein gaben zu diesem Anlass sogar ein Platzkonzert und begleiteten die Kinder jeweils zum Festzelt, wo Kirchenmusiker Ralf Dederichs mit frohen Klängen einstimmte und die Gottesdienste, die unter dem Motto „Jesus der Leuchtturm“ zu frohen Feiern des Glaubens werden ließ.

Am Ende der Gottesdienste waren die Eltern und Familien froh und dankbar, eine solche Feier in Gemeinschaft und dabei noch in freier Natur erlebt zu haben. (kli)

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