Der Unmut der arbeitenden Bevölkerung wachse, aber auch der Unmut der Eltern, da die Schulen in der kommende Woche zu bleiben beziehungsweise Fernunterricht organisieren sollen. Dabei habe DG-Bildungsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) im Vorfeld der Sitzung des Konzertierungsausschusses erklärt, die Schulen bis zu den Osterferien offenhalten zu wollen. „Dafür wurden sogar die kleinen Kinder des 5. und 6. Primarschuljahrs mit Masken für Erwachsene ausgerüstet. Diese unsinnige Regelung sollte bis zu den Osterferien gelten. Da man sich seitens des Ministeriums aber bereits um kindgerechte Masken ‘bemüht’, können wir davon ausgehen, dass uns auch diese Maßnahme weiterhin erhalten bleibt“, kritisiert Vivant. Alle Minister der DG, allen voran Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG), würden öffentlichkeitswirksam für ein regionales Mikromanagement werben, mit dem man auf die aktuell entspannte Situation in unserer Region reagieren könnte. „Die historischen Zahlen in der DG, kein positiver Fall mehr in den WPZ seit dem 16.3., kein Patient mehr auf Intensivstation seit dem 17.3. und seit dem 22.3. kein hospitalisierter Patient mehr mit positivem Corona-Ergebnis, unterstützen diese Äußerungen. Mutmachende, aber bedeutungslose Aussagen, die von der Föderalregierung einfach übergangen werden“, so Vivant. Der „bleiernden Last“ auf den Schultern der Bevölkerung werde stets noch ein wenig mehr Gewicht hinzugefügt. „Wurde der letzte Lockdown noch ab dem Wert von zirka 10.000 PCR-Positiven bei 250.000 Tests beschlossen, so liegen wir aktuell bei 5.000 PCR-Positiven bei fast 415.000 Tests (Sciensano). Die relative Positivenzahl ist also viel geringer. Die nächste ‘prekäre Situation’ ist nur eine Politikeraussage weit entfernt. So wird das nie enden. Die Menschen sind mit den Nerven am Ende“, schreibt die Vivant-Fraktion wörtlich in der Mitteilung.
„Seit mehr als einem Jahr quälen wir uns von Lockdown zu Lockdown. Inzwischen gibt es genügend wissenschaftliche Studien, die zu der Erkenntnis gelangt sind, dass diese Maßnahmen wirkungslos sind. Obendrein bescheren sie uns noch viel dramatischere Folgen als das Virus selbst.“
Die Vivant-Fraktion fordere ein „strategisches Umdenken“ hin zu gezieltem Schutz von Risikogruppen und massive Investitionen ins Gesundheitssystem, was man seit Beginn der Krise versäumt habe.
„Wir brauchen mehr Logik und mehr vernunftbetontes Handeln. Diese Maßnahmen-Pandemie muss enden, bevor die Bevölkerung daran erstickt“, so Vivant. (red/sc)

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