Im Laufe des Tages hatten bereits mehrere Medien darüber berichtet, ohne dass eine Bestätigung vonseiten der Politik vorlag. DG-Premierminister Oliver Paasch (ProDG) ließ via Pressesprecher Serge Heinen wissen, dass „noch nichts entschieden ist. Aber es wird heute Nachmittag noch beschlossen.“ So ist es auch gekommen, der Konzertierungsausschuss kommt bereits am morgigen Freitag um 15 Uhr per Videokonferenz zusammen.
Besorgt ist man vor allem über die schnell steigende Zahl von Infektionen in Schulen und am Arbeitsplatz. Am Montag wurden innerhalb von 24 Stunden fast 5.000 Fälle von Neuinfektionen festgestellt. Im Sieben-Tage-Schnitt wurden täglich mehr als 3.000 Neuinfektionen registriert. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Wert vom 8. bis zum 14. März um 29 Prozent auf 3.052. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen wurden in Belgien je 100 000 Einwohner täglich 330 Infektionen gezählt. Auch die Anzahl der Krankenhaus-Einlieferungen nimmt seit mehreren Wochen zu. Die Positivitätsrate und der R-Wert stiegen ebenfalls.
Es ist ungewiss, ob die für April geplanten Lockerungen, u. a. die Wiedereröffnung der Vergnügungsparks und die Wiederaufnahme von Kulturveranstaltungen im Freien mit maximal 50 Personen, grünes Licht erhalten werden. Laut der RTBF scheint es, dass die Behörden jetzt „an den Schrauben drehen“ wollen, um die Wiedereröffnung aller Schulen am 19. April, also nach den Osterferien, und die Wiedereröffnung des Hotel- und Gaststättengewerbes am 1. Mai weiterhin zu ermöglichen.
Das Kernkabinett der Föderalregierung wird am Donnerstagabend über die Zahlen beraten. (mv/gz/tf)

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