Kammerabgeordnete Kattrin Jadin will Gaststättengewerbe unterstützen

<p>Kattrin Jadin will sich für die Absenkung der Akzisen auf Wein und Spirituosen einsetzen.</p>
Kattrin Jadin will sich für die Absenkung der Akzisen auf Wein und Spirituosen einsetzen. | Illustrationsfoto: Photo News

„Was die Betreiber jetzt brauchen, ist mehr als nur die Hoffnung, in den kommenden Monaten wieder einen normalen Betrieb aufzunehmen. Sie brauchen eine Unterstützung, die ihnen langfristig etwas Sicherheit geben kann“, sagt die ostbelgische Föderalabgeordnete Kattrin Jadin (PFF-MR). Eine Maßnahme, die bei der Wiedereröffnung nach dem ersten Corona-Lockdown „gut bei den Betreibern angekommen“ sei, sei die Senkung der Mehrwertsteuer für Essen und Softgetränke auf sechs Prozent gewesen. „Diese Maßnahme fordere ich nun erneut ein - und das für einen langfristigen Zeitraum. Dadurch könnten sie die Verluste der vergangenen Monate teilweise wieder auffangen“, denkt Jadin, die Finanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V) dazu befragen möchte.

Eine andere Maßnahme betreffe die Absenkung der Akzisen auf Wein und Spirituosen. Unter der letzten Föderalregierung seien die Akzisen „dermaßen erhöht“ worden, dass man in Luxemburg teilweise Produkte für rund die Hälfte des in Belgien geltenden Einkaufpreises kaufen könne. „Beim Einkauf von mehreren Flaschen lohnt sich also sogar die Anreise aus dem weiten Inland“, schreibt die ostbelgische Föderalabgeordnete in einer Pressemitteilung. „Diese Maßnahme habe ich schon in der vergangenen Legislaturperiode offen kritisiert. Vor allem in der Grenzregion war davon auszugehen, dass die Leute sich massiv nach Luxemburg begeben werden, um ihren geliebten Alkohol relativ günstig zu kaufen. Aber nicht nur die Grenzbewohner haben sich zum Großherzogtum begeben, auch viele Liebhaber aus allen Ecken des Landes haben sich vermehrt dorthin auf die Reise gemacht. Und das hat die Spirituosen-Branche heftig zu spüren bekommen“, so Kattrin Jadin weiter.

Wegen des geltenden Verbots von nicht-essenziellen Auslandsreisen habe es in Belgien beim Kauf von Spirituosen einen „regelrechten Boom“ gegeben. Dies zeige, dass Belgier durchaus bereit seien, ein paar Euro mehr für eine gute Flasche hinzulegen – jedoch sei die Situation im Normalzustand alles andere als konkurrenzfähig. „Hier sollte sich schleunigst etwas ändern“, so Jadin. Auch in dieser Angelegenheit möchte sie den Finanzminister befragen.

Der Konzertierungsausschuss hatte bei seiner jüngsten Sitzung entschieden, dass das Gaststättengewerbe in Belgien am 1. Mai wieder öffnen. (red/sc)

Kommentare

  • Wenn ich das Lese kriege ich wirklich Angst um die Staatsfinanzen! (Ich bin für die Unterstützung des Sektors, fals das jemand anders interpretiert). Aber Frau Jadin sitzt ja im Aufsichsrat der SNCB dann hoffe ich einfach, dass es so ausgeklügelt ist, dass jemand wie ich das einfach nicht verstehen kann!

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