Die herrschaftlichen Strukturen der Region St.Vith

<p>Die Grabungsfunde der ehemaligen St.Vither Burg sind Auslöser und Gegenstand eines wissenschaftlichen Symposiums mit Burgen- und Mittelalterexperten am Donnerstag, 25. März.</p>
Die Grabungsfunde der ehemaligen St.Vither Burg sind Auslöser und Gegenstand eines wissenschaftlichen Symposiums mit Burgen- und Mittelalterexperten am Donnerstag, 25. März. | Foto: Erwin Kirsch

Seitdem im Juni 2020 erste Mauern und Turmreste einer mittelalterlichen Anlage in einem projektierten Baugelände unterhalb der St.Vither Pfarrkirche durch archäologische Grabungen ans Licht kamen, wurden im Rahmen einer zweiten Grabungskampagne im Herbst 2020 weitere beachtliche Überreste dieser Burganlage freigelegt. Die Bürgerinitiative Burg St.Vith, der auch der Geschichtsverein Zwischen Venn und Schneifel (ZVS) angehört, ist dabei, zusammen mit dem St.Vither Stadtrat und dem Ministerium der DG, die Bedingungen zu einer definitiven Unterschutzstellung und, damit verbunden, einer späteren öffentlichen Nutzung auszuloten.

Mit Hilfe von international anerkannten Burgen- bzw. Mittelalterexperten soll ein Konzept zur Ausdehnung der Grabungen, zur Sicherung der Funde und schließlich zur musealen, touristischen und pädagogischen Inwertsetzung erarbeitet werden.

Als Teil dieser Maßnahme ist das von Prof. Dr. Andreas Fickers (Uni Luxemburg) in Zusammenarbeit mit dem Kgl. Geschichtsverein ZVS organisierte wissenschaftliche Symposium zur Geschichte der Burg St.Vith zu sehen. Das Symposium findet am 25. März, von 9 bis 15 Uhr statt und steht unter der Schirmherrschaft der Stadt St.Vith. Coronabedingt findet die Veranstaltung online statt. Interessierte können sich (kostenlos) unter folgendem Link anmelden: https://www.eventbrite.fr/x/wissenschaftliches-symposium-geschichte-der-burg-stvith-registrierung-141941658321?utm_campaign=order_confirm&utm_medium=email&ref=eemailordconf&app_cta_src=order_conf_email&utm_source=eventbrite&utm_term=digitalx

Wer zu dem Zeitpunkt nicht live dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Tagung später auf YouTube anzuschauen.

Nachstehend das Tagungsprogramm: 9 bis 9.15 Uhr: Begrüßung / Einführung ins Programm: Prof. Dr. Andreas Fickers (UL/C2DH); 9.15 bis 10 Uhr: Burg, nicht Stadt. Der archäologische Befund zur ältesten Befestigung von St.Vith / Dr. Wolfgang Messerschmidt; 10 bis 10.30 Uhr: Die Entwicklung der herrschaftlichen Strukturen der Region St. Vith von der Karolingerzeit bis zum 13. Jahrhundert / Prof. Dr. Michel Margue (UL/HI); 10.30 bis 11 Uhr: Die Burgen der Grafen von Sponheim / Assistent Prof. Dr. Martin Uhrmacher (UL/HI)

11 bis 11.30 Uhr: Pause

11.30 bis 12 Uhr: Stadtpolitik Graf Johanns von Luxemburg(1296-1346)/ Prof. Dr. Emeritus Michel Pauly (UL/HI)

12 bis 12.30 Uhr: Ruinen oder Rekonstruktion? Archäologische und denkmalpflegerische Überlegungen zum "richtigen Umgang" mit Burganlage / Associate Prof. Dr. Andrea Binsfeld (UL/HI)

12.30 bis 13 Uhr: Burgruinen als didaktische Bildungsstätte und touristische Attraktion: Beispiele aus Luxemburg / Dr. Pit Péporté (Historical Consulting)

13 bis 14 Uhr: Pause

14 bis 15 Uhr: Welche Zukunft der Vergangenheit in St.Vith? Abschließende Diskussion / Rundtischgespräch mit Beteiligung von: Klaus-Dieter Klauser (Ehrenpräsident des Kgl. Geschichtsvereins ZVS), Rudolf Kremer (Präsident der Kgl. Denkmal- und Landschaftsschutzkommission), Dr. Wolfgang Messerschmidt (Leiter der archäologischen Grabungen in St.Vith), Simon Matzerath (Leiter des Historisches Museum Saar, Saarbrücken), einem Vertreter der Arbeitsgruppe /Gemeindekollegium

Die Moderation hat Prof. Dr. Andreas Fickers

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