Gastronomen schenkten auf Aubeler Markt Alkohol aus

<p>In Aubel sind drei Gastronomen ins Visier der Justiz geraten, nachdem sie trotz mehrfachiger Ermahnung Alkohol in der Öffentlichkeit verkauft haben.</p>
In Aubel sind drei Gastronomen ins Visier der Justiz geraten, nachdem sie trotz mehrfachiger Ermahnung Alkohol in der Öffentlichkeit verkauft haben. | Illustrationsfoto: belga

Eine Streife der Polizeizone Pays de Herve war am vergangenen Sonntag auf dem Markt in Aubel unterwegs. Wie die Zeitung „La Meuse“ berichtet, redeten die Beamten mehrfach Restaurantbesitzern ins Gewissen, die alkoholische Getränke (vorrangig Glühwein) in „Take-away“-Bechern ausschenkten. Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken ist aber seit geraumer Zeit im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verboten.

Die Polizei erließ offenbar mehrere Verbote, denen aber drei Gastronomen aus Aubel nicht sofort folgten. „Ich habe mit der Polizei und den Restaurantbesitzern gesprochen, beide sind mit ihren Nerven am Ende“, wird Aubels Bürgermeister Freddy Lejeune von der Zeitung „La Meuse“ zitiert: „Ich denke, dass es Sanktionen geben und die Polizei der Staatsanwaltschaft Bericht erstatten wird. Ich habe um Nachsicht gebeten.“ Ein Gastronom hätte ihm erzählt, dass er „trotz vieler Ausgaben vier Kinder und sich zu ernähren hat“, so der Bürgermeister, der sich eine Lockerung dieser Maßnahme wünscht.

Grundsätzlich gilt: Auch wenn es sich um ein alkoholfreies Getränk, eine Waffel oder ein Eis handelt, soll man während des Marktbesuches nicht essen oder trinken können. Im Prinzip sollten die Marktbesucher in ihre Autos steigen oder nach Hause spazieren, um dort das konsumieren, was sie gerade gekauft haben. Bislang wurde die Nichtbeachtung dieser Regel aber toleriert – offenbar hat der Verkauf von Alkohol nun aber das Fass zum Überlaufen gebracht. (mv)

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