Tod von Mawda: Urteil stößt bitter auf

Das Urteil im Prozess um den Tod der kleinen Mawda stößt mir bitter auf. Der Polizeibeamte, der verantwortlich handelte (Fluchtauto durch Reifenschuss zum Stehen bringen), wird zu einem Jahr Gefängnis, wenn auch auf Bewährung, verurteilt, weil ein unglücklicher Zufall zum dem tragischen Tod führte. War das rechtlich zwingend? Ethisch war es auf keinen Fall!

Ein böser Verdacht drängt sich mir auf: Wollte man durch Verurteilung der Polizei Gemüter beruhigen, gegebenenfalls einer Protestwelle von Immigranten vorbeugen? Ich freue mich, dass den Eltern der kleinen Mawda von unserer Regierung bleibendes Aufenthaltsrecht gewährt wurde, allerdings hat ihr Verhalten in der Vergangenheit für mich auch immer wieder Fragen aufgeworfen: Wiederholt haben sie der Polizei Vorwürfe gemacht, kein Wort über die Schleuser, die sie in Gefahr gebracht haben. Was suchte die Familie, die doch eine Aufenthaltsgenehmigung in Belgien hatte, in einem Fluchtauto, das Flüchtlinge nach Großbritannien bringen sollte? Der eigentliche Drahtzieher kommt mangels ausreichender Beweise ungeschoren davon. Lässt den Laien schon ratlos zurück.

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