Das Chemieunternehmen hatte sich mit dem Energiekonzern Engie zusammengetan, um am BASF-Standort in Antwerpen ein Gaskraftwerk mit einer Leistung von 850 Megawatt (MW) zu errichten. Diese Leistung entspricht jener der Atomkraftwerke Doel 1 und Doel 2 (zusammengerechnet).
BASF und Engie beabsichtigten, von den öffentlichen Subventionen über den Unterstützungsmechanismus CRM zu profitieren, um sicherzustellen, dass Belgien über ausreichende Energiekapazitäten verfügt, wenn unser Land 2025 aus der Atomkraft aussteigt. „In Absprache mit der Zentrale in Ludwigshafen haben wir entschieden, dass dieses Projekt keine Priorität mehr hat“, sagte Unternehmenssprecherin Fanny Heyndrickx den Tageszeitungen: „Obwohl sich unser Standort gut für den Bau eines Gaskraftwerks eignet, stellte sich der Business Case dann doch als zu negativ heraus. Das wirtschaftliche Umfeld ist unsicher. Aus dem Fördermechanismus geht nicht klar hervor, welche Entschädigung von der Regierung erwartet werden kann.“
Mit dem Ausstieg seines Partners BASF löst sich für Engie Electrabel, Belgiens größtem Energieunternehmen, eines der insgesamt vier geplanten Gaskraftwerke in Luft auf. „Wir entwickeln die anderen drei Projekte in Vilvoorde, Les Awirs und Amercœur weiter“, so die Sprecherin des Konzerns, Hellen Smeets. (belga/mv)

Kommentare
Vielleicht sollte Belgien und frankreich nicht so in Nord Stream 2 einmischen, da sogar die USA verhandlungsbereit ist! Den Auch BASF würde Mrd verlieren, so wie viele andere Unternehmen!
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