Die Föderalregierung hat ein Bürgschaftsprogramm in Höhe von 50 Milliarden Euro für alle neuen Darlehen und Kreditlinien mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten aktiviert, die Banken an gesunde Nicht-Finanzunternehmen und Selbstständige vergeben. Allerdings wurden nur zwei Milliarden Euro in Anspruch genommen. Der Grund: Laut „De Standaard“ geschieht dies vor allem, weil die Kredite, deren Risiko zu 80 Prozent von der Regierung garantiert werden, strengen Regeln unterliegen.
Danny Van Assche von der flämischen Selbstständigenorganisation Unizo sagt, dass KMU’s berichten, dass Banken ihnen stattdessen alternative Kreditformeln anbieten. Oft verlangen sie auch andere Garantien wie eine Hypothek. Er fordert, dass die Banken ihre Rolle bei der Unterstützung der Unternehmen in der Krise voll wahrnehmen. „Dafür haben sie Instrumente“, so Van Assche.
Der Bankenverband Febelfin räumte ein, dass das System bisher wenig genutzt wird. „Aber das kann sich noch ändern. Diese ‘Bazooka’ kann nicht zur Finanzierung eines auslaufenden Moratoriums verwendet werden. Es muss neues Geld sein. Wenn der ‘Wiederaufbau’ beginnt, wird die Nachfrage steigen“, sagt Karel Baert, CEO von Febelfin. (belga/mv)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren